10. Bundesliga-Runde von

Violetter Reha-Ausflug?

Austrias Bjelica vor Admira-Spiel: "Nach so einer Blamage erwartet jeder eine Reaktion."

Austria gegen Admira im Juli 2013 © Bild: GEPA pictures/Brem

Bei der Austria hängt vor dem zweiten Auftritt in der Champions League der Haussegen schief. Nach der Cup-Blamage in Kalsdorf war in Wien-Favoriten Aufarbeitung angesagt. Bei Schlusslicht Admira soll am Samstag (19.00 Uhr, LIVE im NEWS.AT-Ticker) violette Wiedergutmachung betrieben werden, um zu Wochenbeginn mit dem nötigen Elan die Auswärtsreise nach Russland anzutreten. Die Partie gegen Zenit St. Petersburg steigt Dienstagabend.

"Es ist für niemanden lustig, im Cup auszuscheiden. Das kann auch an der Austria nicht spurlos vorübergehen", mutmaßte Walter Knaller vor seinem zweiten Spiel als neuer Admira-Trainer. Die Aufgabe sei für seine seit vier Spielen punktlose Mannschaft zwar trotzdem nicht einfach, dennoch: "Mir ist es schon recht, wenn eine etwas verunsicherte Mannschaft zu uns kommt. Die Austria ist wieder menschlich und nicht außerirdisch wie zuletzt."

Beim wieder auf die Erde zurückgeholten Meister soll die Aufarbeitung der historischen Cup-Schlappe Früchte tragen. Nach dem 1:2 in der Steiermark am Dienstagabend führte Sport-Vorstand Thomas Parits ein Gespräch mit Trainer Nenad Bjelica. Mittwoch erfolgte vor dem Training dann eine längere Aussprache des Betreuerteams mit der Mannschaft samt laut Parits "klarer Worte".

Bjelica sah seine Kicker in der Pflicht. "Nach so einer Blamage erwartet jeder eine Reaktion. Jedem ist bewusst, dass das nicht das Maximum war", sagte der Kroate. Er hoffte diesbezüglich darauf, dass der Auftritt in Kalsdorf als Warnschuss zur richtigen Zeit kam. "Wir haben aus dieser Niederlage unsere Lehren gezogen. Vielleicht macht das den Knopf auf", meinte Bjelica mit Blick auf die schwankende Leistungskurve dieser Saison.

St. Petersburg im Hinterkopf
Nach der Admira wartet auf die Austria der zeitintensive Abstecher nach St. Petersburg. Am darauffolgenden Sonntag geht es dann zu Hause im Schlager gegen Salzburg. Nach dem dichten Herbstprogramm sehnen die personell angeschlagenen Violetten die dann wartende Länderspielpause ein wenig herbei. Allein im Mittelfeld fehlen die Verletzten Alexander Grünwald, Marko Stankovic und Alexander Gorgon.

"Wir werden aber nicht jammern. Es stehen 18 Profis zur Verfügung, die müssen Leistung bringen", sagte Bjelica, dem gegen die Admira auch der gesperrte Thomas Murg fehlt. Angeschlagen ist beim Tabellenvierten auch Rubin Okotie.

Admira "muss zulegen"
Bei der Admira ist unter anderem der Einsatz des angeschlagenen Mittelfeldmanns Bernhard Schachner unsicher. Um gegen die im ersten Saisonvergleich 2:0 siegreich gebliebene Austria zu bestehen, müsse man laut Knaller in allen Bereichen zulegen. "Wir müssen uns in der Defensive, bei Standardsituationen und im Spielaufbau verbessern. Und bei Ballgewinn haben wir oft das Problem, dass wir unsere Konter nicht erfolgreich gestalten können", meinte der Ex-Stürmer.

Wo das Problem der Niederösterreicher liegt, wurde auch beim 0:3 gegen Wiener Neustadt in der Vorwoche klar: Die Offensive produziert zu wenig Zählbares. Das nach neun Runden bei sieben Niederlagen haltende Liga-Schlusslicht hat in dieser Saison erst sieben Treffer erzielt. Ein Erfolg gegen die Austria gelang zuletzt am 5. Mai 2012 mit einem 3:2 in der Südstadt.

FC Admira Wacker Mödling - FK Austria Wien
(Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 19.00 Uhr, SR Eisner)

Admira: Leitner - Auer, Ebner, Windbichler, Katzer - Schick, Schachner/Rusek, Schwab, Domoraud - Mikus, Ouedraogo
Ersatz: Kuttin - Schößwendter, T. Weber, Thürauer, R. Schicker, Rivera, Pranjic
Es fehlen: D. Toth (rekonvaleszent), Zwierschitz (Schambeinentzündung), Sax (Schulterverletzung), Pöllhuber (Kniebeschwerden)
Fraglich: Schachner, Thürauer (angeschlagen)
Austria: Lindner - Koch, Rogulj, Ortlechner, Suttner - Holland - Royer, Mader, Simkovic, Jun - Hosiner
Ersatz: Kardum - Rotpuller, Leovac, Dilaver, Spiridonovic, Okotie, Kienast
Es fehlen: Murg (gesperrt), Stankovic, A. Grünwald, Gorgon (alle verletzt)

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