10. Bundesliga-Runde von

"Es wird langsam Zeit"

Rapid hat noch keines von fünf Bundesliga-Duellen gegen den WAC gewonnen

Rapid gegen WAC im Juli 2013 © Bild: GEPA pictures/Oberlaender

Rapid hat am Samstag (19.00, LIVE im NEWS.AT-Ticker) in der zehnten Runde der Fußball-Bundesliga das Ende einer Negativserie im Visier. In den bisherigen fünf Duellen mit dem WAC blieb der Rekordmeister ohne Sieg, dies soll sich nun im Hanappi-Stadion aber ändern. "Es wird langsam Zeit, dass wir gegen die Wolfsberger gewinnen", erklärte Trainer Zoran Barisic.

Allzu großes Kopfzerbrechen bereitet dem Wiener die Sieglosigkeit gegen den WAC aber auch wieder nicht. "Auf die Statistik lege ich keinen Wert. Jedes Spiel beginnt bei null."

Etwas größere Sorgen macht Barisic der Aufschwung der Wolfsberger, seit Dietmar Kühbauer im Lavanttal das Sagen hat - in den ersten drei Partien unter dem Burgenländer gewann der WAC gegen die Admira, spielte in Salzburg unentschieden und stieg ins Cup-Achtelfinale auf. "Wir wissen, dass unser Gegner hochmotiviert sein wird und durch Didi einen neuen Schwung bekommen hat", betonte der Rapid-Coach.

Erstmals seit Juli konnte der 43-Jährige eine komplette Woche lang mit seiner Mannschaft trainieren - danach gab es entweder englische Wochen oder Länderspiel-Pausen, in denen einige Kadermitglieder für Nationalteams abgestellt werden mussten. "Die letzten Tage waren für uns ganz angenehm. Wir haben unser Programm durchgezogen."

Hofmann vor Comeback
Auch Kapitän Steffen Hofmann war nach überwundener Fußverletzung wieder mit von der Partie. "Er ist auf jeden Fall ein Thema für die Anfangsformation", erklärte Barisic, der das Duell mit den Kärntnern nicht als Generalprobe für das Europa-League-Match am Donnerstag in Wien gegen Dynamo Kiew sieht. "Oberste Priorität hat jetzt das WAC-Spiel. Die Meisterschaft ist unser tägliches Brot."

Im Gegensatz zu den bereits ausgeschiedenen Rapidlern waren die Wolfsberger am Mittwoch im Cup im Einsatz und schafften mit einem 4:1 in Pinkafeld problemlos den Aufstieg. Das bemerkenswertere Resultat der vergangenen Tage war jedoch das 2:2 am Sonntag in Salzburg. "Da war auch Glück dabei, aber danach fragt jetzt keiner mehr. Und unwichtig für die Köpfe meiner Spieler war der Punkt nicht", sagte Kühbauer.

WAC hat "wenig zu verlieren"
Die Ausgangsposition vor dem Auftritt im Hanappi-Stadion sei mit jener vor der Salzburg-Partie vergleichbar. "Wir sind wieder Außenseiter, wenn auch nicht so krass wie gegen Salzburg. Wir haben wenig zu verlieren und wollen etwas mitnehmen", betonte der Coach des seit neun Bundesliga-Auswärtsspielen sieglosen WAC.

Die Erfolgsserie seines Clubs gegen Rapid hat für Kühbauer keine große Bedeutung. "Wenn das über viele Jahre geht, hat es vielleicht Folgen, aber nach nur einer Saison spielt das keine Rolle. Rapid wird deswegen sicher keine psychischen Probleme haben, und bei uns im Training ist es auch kein großes Thema."

Laut der Einschätzung des Ex-Rapidlers haben die Hütteldorfer bisher "eine gute Saison gespielt. Sie verfügen über eine starke Offensive, wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen", mahnte Kühbauer.

SK Rapid Wien - Wolfsberger AC
(Wien, Hanappi-Stadion, 19.00 Uhr, SR Drachta)

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Dibon, Schrammel - Petsos, Behrendt - Schaub, Hofmann, Burgstaller - Boyd
Ersatz: Radlinger - Pichler, Palla, Denner, Bajrami, Sabitzer, Grozurek
Es fehlen: Boskovic (erkrankt), Wydra (bei den Amateuren), Schimpelsberger, Alar, Starkl (alle rekonvaleszent bzw. im Aufbautraining)
WAC: Dobnik - Standfest, Rnic, Sollbauer, Baldauf - Polverino - Kerhe, Putsche, Liendl, Gotal - Topcagic
Ersatz: Kofler - Jovanovic, M. Salentinig, Suppan, De Paula, Jacobo, Falk
Es fehlen: Micic (Jochbeinbruch), Hüttenbrenner (Bänderriss im Knöchel)

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