Bundesliga 11. Runde von

Ried deklassiert den WAC

Die Innviertler gewinnen in Wolfsberg mit 5:2 und schießen sich aus der Krise

Clemens Walch im Zweikampf gegen Michele Polverino © Bild: GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

Die SV Ried hat den Lauf des Wolfsberger AC in der Fußball-Bundesliga in herber Manier gestoppt. Nach fünf Spielen ohne Niederlage musste sich der auf die vorderen Ränge schielende Aufsteiger den Innviertlern am Samstag zu Hause überraschend deutlich 2:5 (0:1) geschlagen geben. Ried ließ die Kärntner nach dem ersten Dreier seit knapp zwei Monaten in der Tabelle damit hinter sich.

Die Entscheidung in der Lavanttal-Arena fiel zwischen der 50. und 56. Minute, als die Oberösterreicher durch Rene Gartler (50., 56.) und Clemens Walch (54.) drei Treffer erzielten. Marco Meilinger hatte die Rieder in der 8. Minute in Führung gebracht, der WAC vergab danach gute Chancen auf den Ausgleich. Markus Hammerer (76.) beendete das Rieder Bestschießen, ehe Ruben Rivera (88.) und Michael Liendl (92.) noch Resultatskosmetik gelang.

In der Höhe unverdient

Die Heimpleite war für die Wolfsberger in dieser Höhe unverdient. Der Liga-Neuling wurde für seine Eigenfehler von den Riedern jedoch hart bestraft. Ein schlampiger Pass von De Paula auf Polverino leitete das 0:2 durch Gartler ein. Beim 0:3 ließ sich Torhüter Dobnik von Walch aus spitzem Winkel überraschen, beim vierten Rieder Treffer aus einem perfekt gespielten Konter lieferte Polverino die unfreiwillige Vorlage.

Rieds höchsten Saisonerfolg hatte Meilinger eingeleitet. Die Salzburg-Leihgabe traf in technisch feiner Manier nach Doppelpass mit Walch. Danach übernahmen allerdings die Hausherren das Kommando. Der von Coach Nenad Bjelica in der Erfolgsformation der vergangenen Wochen aufgestellte WAC war vor allem bei Standardsituationen und hohen Bällen gefährlich.

Stark über die Flügel

Gegen Topcagic (21.) lieferte Rieds Kapitän und Schlussmann Gebauer eine Glanztat ab, Falk (31.) setzte einen Freistoß von Liendl knapp über das Gehäuse. Ried, wo dem von den Fans angezählten Trainer Heinz Fuchsbichler von Vereinsseite das vollste Vertrauen ausgesprochen wurde, hielt aber mit Einsatz dagegen. In ihrer 3-3-3-1-Formation angetreten, überzeugte vor allem das Flügelspiel der SV.

Nach Wiederanpfiff erwiesen sich die Rieder erbarmungslos. Besonders freuen durfte sich der eingewechselte Hammerer, der nach langer Verletzungspause sein erstes Liga-Spiel seit über einem Jahr bestritt und sogleich traf. Positiv fielen aus Kärntner Sicht zumindest die WAC-Fans auf, die ihre Mannschaft weiter unterstützten. Joker Rivera und Liendl per Freistoß vermieden zumindest noch ein schlimmeres Debakel.

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