Bundesliga 2. Runde von

Rapid will sich gegen
Ried rehabilitieren

Hütteldorfer auf Wiedergutmachung aus - Austria will im zweiten Anlauf Heimsieg

Rapid will gegen Ried punkten. © Bild: APA/Georg Hochmuth

Fußball-Rekordmeister SK Rapid will den kapitalen Fehlstart in die Fußball-Bundesliga am Samstag (19.00 Uhr im LIVE-Ticker auf NEWS.AT) vergessen machen. Nach dem 1:6 in Salzburg sollen im ersten Liga-Saison-Heimspiel im Ernst-Happel-Stadion gegen die SV Ried die ersten Punkte her. Die Austria will wiederum gegen den WAC im zweiten Heimspiel auch den ersten Sieg feiern.

Bei den Hütteldorfern hieß es diese Woche Wunden lecken. Am Mittwoch wurde ein internationales Testspiel genutzt, um sich wieder Selbstvertrauen zu holen. "Wir haben das 1:6 aufgearbeitet, so ein Match schluckt man nicht so ohne weiteres, und mit dem Sieg gegen Galatasaray auch wieder Selbstvertrauen getankt", sagte Rapid-Trainer Zoran Barisic. Beim 3:1 im Prater-Oval gegen den türkischen Topclub Galatasaray Istanbul trugen sich Dominik Wydra, Brian Behrendt und Deni Alar in die Schützenliste ein. "Es war ein guter Test gegen einen starken Gegner. Die Mannschaft hat eine gute Leistung gebracht", war Barisic zufrieden.

Rapid gegen Galatasaray.
© APA/Georg Hochmuth Rapid-Trainer Bairisic war mit dem Test gegen Galatasaray zufrieden.

Den Schwung gelte es nun in die Meisterschaft mitzunehmen. "Wir müssen weiterarbeiten, an uns glauben und das Auftaktspiel vergessen machen", gab Barisic die Marschroute vor. Es warte jedenfalls keine leichte Aufgabe. "Salzburg steht über allen, dann ist lange nichts und dann sind viele Vereine auf dem gleichen Niveau, unter anderen auch Ried. Sie spielen einen modernen Fußball mit Gegenpressing und schnellem Umschalten, da heißt es natürlich dagegenzuhalten", sagte Rapids Trainer.

Pavelic kommt für Hofmann in die Mannschaft

Gegenüber dem Auftakt-Debakel wird es zu Umstellungen kommen. Fix ist, dass Mario Pavelic rechts in der Viererkette für den in Salzburg auf dieser Position überforderten Maximilian Hofmann in die Mannschaft rückt. "Er ist technisch und läuferisch stark", lobte Barisic den 20-jährigen Pavelic. Möglich ist auch ein Einsatz von Mittelfeldspieler Srdjan Grahovac, ist seine Arbeitsberechtigung doch nun eingetroffen. Zusätzlich hat Barisic durch die abgeschlossene Verpflichtung des Grazers Florian Kainz eine Alternative mehr. Die kommt auch insofern gelegen, als Philipp Schobesberger aufgrund eines Meniskusrisses längere Zeit fehlen wird.

Die Rieder bangten noch um den Einsatz des am Oberschenkel angeschlagenen Clemens Walch, sonst kann Chefcoach Oliver Glasner was die Stammkräfte betrifft aus dem Vollen schöpfen. "Uns erwartet eine schwierige Aufgabe, wir fahren aber nach Wien, um drei Punkte zu holen. Wenn wir eine Topleistung abliefern, dann traue ich uns das zu", blickte Glasner optimistisch nach vorne. Die hohe Niederlage Rapids gegen Salzburg habe auf die Partie keinen Einfluss.

Austria peilt gegen WAC Sieg an

Die Wiener Austria hofft Im zweiten Spiel der noch jungen Saison auf den ersten Sieg. Weil der beim 1:1 beim Heimauftakt gegen Grödig noch ausblieb, soll er nun am Samstag (16.30 Uhr im LIVE-Ticker auf NEWS.AT) im Auswärtsspiel gegen den WAC nachgeholt werden."Ein Sieg wäre ganz wichtig, besonders jetzt zu Beginn der Meisterschaft", betonte Mittelfeldmann David de Paula.

David de Paula.
© APA/Sebastian Pucher David de Pauls kennt die Wolfsberger bestens.

De Paula kennt den Gegner bestens, kickte von Juli 2012 bis Jänner 2014 bei den Kärntnern. Für den Spanier ist nach dem mühsamen Auftaktremis gegen v.a. in der ersten Hälfte starke und pressingorientierte Grödiger klar: "Wir müssen mehr Chancen produzieren, diese dann nützen und Tore erzielen." Der Punkt sei zwar "letztlich besser als gar keiner", insgesamt aber "nicht befriedigend". Für Offensivmann Daniel Royer gibt es daher nur ein Motto: "Wir fahren in die Lavanttal-Arena, um zu gewinnen."

Später Umschwung gegen Grödig

Beim 1:1 gegen Grödig gelang trotz Rückstands dank einiger Wechsel in der zweiten Hälfte der Umschwung, der so einen klassischen Fehlstart verhinderte. "Die Richtung stimmt. Gegen Grödig hat die Mannschaft super Moral gezeigt, den Ausgleich verdient", befand Neo-Trainer Gerald Baumgartner. "Beeindruckend war, welche Qualität von der Bank gekommen ist - alle drei Wechselspieler haben frischen Wind gebracht. Dennoch müssen wir uns jetzt von Woche zu Woche steigern, Siege einfahren, damit das Selbstvertrauen wächst."

Erstmals in dieser Saison dabei im Kader ist der Australier James Holland, der aufgrund der Teilnahme an der Weltmeisterschaft später ins Training einstieg."Er hat gut gearbeitet, ist wieder eine Option für uns", erklärte Baumgartner, der insgesamt aus dem Vollen schöpfen kann.

WAC-Coach Dietmar Kühbauer hält trotz des klaren 4:1-Auftakterfolgs bei der Admira wenig von Euphorie. "Natürlich ist die Austria Favorit", erklärte der Burgenländer, der sich aber dennoch einiges erhofft. "Wir wollen schauen, dass die Punkte bei uns bleiben, aber da muss alles klappen." Als Trainer der Wölfe wartet Kühbauer aber noch auf einen Dreipunkter gegen Violett, das gelang ihm zweimal nur mit der Admira.

Salzburg gegen Lieblingsgegner Wr. Neustadt

Auf Red Bull Salzburg wartet auswärts der Lieblingsgegner, in den jüngsten fünf Duellen gegen Wr. Neustadt haben Soriano, Alan und Co. jeweils mindestens fünf Tore erzielt (6:0,5:1,8:1,5:1,5:0). "Die Statistik interessiert mich wenig", meinte Salzburg-Trainer Adi Hütter. "Wir haben eine neue Saison, und wir müssen uns wieder neu beweisen. Wenn wir ein ähnlich tolles Spiel machen wie gegen Rapid, dann wird das funktionieren. Gegen Rapid war es zu 80 Prozent ein gutes Spiel, aber da müssen wir uns noch verbessern", erklärte Hütter.

Salzburg gegen Rapid.
© APA/Krugfoto Gegen Rapid hatten die Bullen viel zu lachen.

Zurückhaltung trotz des beeindruckenden Saisonstarts zeigte auch Verteidiger Andreas Ulmer. "Die Statistik bringt uns keine drei Punkte. Die gute Einstellung zählt, wir respektieren jeden Gegner. Die Siege kommen nicht von selbst, wir erarbeiten uns die Siege", betonte er.

Dass in den Köpfen seiner Spieler vielleicht schon der Start in die Champions-League-Qualifikation am Mittwoch in Baku spukt, glaubt Hütter jedenfalls nicht. "Wir wollen uns auf das Wesentliche konzentrieren, das ist Wr. Neustadt", sagte der Coach, der mit Ausnahme der angeschlagenen Stefan Ilsanker und Franz Schiemer wohl auf die gegen Rapid erfolgreiche Elf setzt. "Ich bin nicht der Typ, der schon nach der ersten Runde rotiert. Wenn die Mannschaft gut arbeitet, kann sie sich wieder in einen Rausch spielen."

Euphorie in Altach vor Heimspiel gegen Admira

Nach dem perfekten Auftakt gilt es für den SCR Altach jetzt nachzulegen. Der Aufsteiger hat im zweiten Saison-Heimspiel der Fußball-Bundesliga am Samstag (19.00) den FC Admira Wacker Mödling zu Gast und will wie auch schon vor einer Woche gegen Sturm Graz als Sieger vom Platz. Die Niederösterreicher stehen nach der bitteren 1:4-Heim-Schlappe gegen den WAC zum Saisonauftakt schon etwas unter Druck.

Die Altacher haben sich vergangene Woche mit dem verdienten 1:0-Erfolg gegen die Steirer stark im Oberhaus zurückgemeldet. Die Fans wünschen sich eine ähnlich erfolgreiche Saison, wie sie der letztjährige Aufsteiger Grödig auf dem Weg zu Platz drei und in die Europa-League-Qualifikation hingelegt hatte. "Wir freuen uns auf die Partie, weil rundherum eine große Euphorie herrscht", sagte Altach-Trainer Damir Canadi. 4.000 bis 5.000 Zuschauer werden seine Truppe in der Cashpoint-Arena lautstark unterstützen.

Altach jubelt.
© APA/Dietmar Stiplovsek Altach will weiterjubeln.

Das Ziel ist mit "drei Punkten" klar vorgegeben. "Ich will, dass die Spieler jedes Spiel beginnen mit der Einstellung, gewinnen zu wollen. Was dann herauskommt, wird man sehen", meinte Canadi. Den Gegner dürfe man keinesfalls unterschätzen. "Jedes Spiel ist neu und schwer. Wer die Admira im ersten Spiel gesehen hat, der weiß, dass das 1:4 trügerisch ist", warnte der Wiener.

Seine Elf verlor am Mittwoch ein Testspiel gegen den deutschen Bundesligisten Wolfsburg 1:3, zum Einsatz kamen dabei vor allem jene Spieler mit zuletzt wenig Spielpraxis. Gegen die Admira wird aller Voraussicht nach die Startformation vom Sturm-Spiel beginnen. Canadi ließ sich diesbezüglich aber nicht in die Karten blicken. Fix ist, dass der Kader unverändert bleibt.

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