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Rapid will endlich gegen
Angstgegner WAC gewinnen

Hütteldorfer im Duell mit Wolfsbergern noch ohne Sieg - das soll sich samstags ändern

Hofmann im Bundesliga-Spiel Rapid gegen WAC © Bild: GEPA pictures/ Josef Bollwein

Auch wenn mit dem Wolfsberger AC am Samstag (19.00 Uhr LIVE im Ticker von NEWS.AT) ein "Angstgegner" im Hanappi-Stadion gastiert. Rapid will mit einem Heimsieg wichtige Zähler im Kampf um einen Europacup-Startplatz verbuchen. Für Stürmer Deni Alar ist die Sache vor dem Duell mit den Kärntnern, gegen die Rapid noch nie gewinnen konnte, klar: "Zu Hause müssen wir einfach drei Punkte machen!"

Nur zwei Unentschieden in bisher sieben Duellen mit dem WAC stehen auf der Habenseite Rapids, in der laufenden Saison gab es nach einem 2:2 in Wolfsberg zuletzt eine 2:4-Heimniederlage sowie ein 1:2 in Kärnten. Für Rapid-Coach Zoran Barisic ist das nicht mehr von großer Bedeutung, er geht höchst optimistisch ins Spiel. Seine Mannschaft, die nach dem Unentschieden gegen Innsbruck und dem Sieg gegen Ried auch ergebnistechnisch auf dem aufsteigenden Ast ist, sei derzeit in starker Form. "Der Zusammenhalt ist sehr, sehr groß. Was ich unter der Woche im Training gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen", sagte der Wiener.

Der WAC, trainiert von seinem Freund Dietmar Kühbauer, sei freilich eine harte Nuss. "Auch wenn im Winter drei wichtige Spieler (Michael Liendl, David de Paula, Mihret Topcagic, Anm.) den Verein verlassen haben: Sie sind eine sehr robuste Mannschaft, stark im Umschaltverhalten und haben trotz des 0:5 zuletzt in Salzburg vor allem in der ersten Hälfte eine sehr gute Leistung geboten." Sportdirektor Andreas Müller, der mit Barisic am vergangenen Sonntag in Salzburg "spionierte", sah es ähnlich: "Es ist die Mannschaft in der Liga, die körperlich am präsentesten ist. Da müssen wir dagegenhalten."

Körperlich präsente Wolfsberger

Rnic im Bundesliga-Spiel WAC gegen Rapid
© GEPA pictures/ Josef Bollwein Nemanja Rnic und Co. wollen Rapid zusetzen

Bis auf die gesperrten Brian Behrendt und Dominik Wydra bzw. den angeschlagenen Louis Schaub kann Barisic auf alle Spieler zurückgreifen. Dazu gehört auch Deni Alar, der zuletzt erstmals seit seinem Achillessehnenriss in der Startelf stand. Dass er sich seine langwierige Verletzung Anfang Mai 2013 just gegen den WAC zuzog, lässt ihn aber kalt.

"Das ist lange abgehakt, auch wenn man ein bisschen daran denkt", sagte der 24-Jährige, der sich aber noch an seine alte Form herantasten muss. "Ich fühle mich immer besser, bekomme immer mehr Sicherheit." Für Barisic ist bei Alar "noch viel, viel mehr drinnen", mit der Entwicklung zeigte sich der Coach aber "zufrieden. Ich will ihn nicht unter Druck setzen."

Trio verlängert beim WAC

Beim WAC, der am Freitag die Verträge von Joachim Standfest, Boris Hüttenbrenner und Roland Putsche jeweils bis 2016 verlängerte, hofft man nach zwei Niederlagen en suite wieder auf ein Erfolgserlebnis. "Es ist in den Duellen bisher immer gut für den WAC gelaufen. Ich hätte nichts dagegen, wenn das so weiter geht", meinte "Wölfe"-Coach Kühbauer. Objektiv betrachtet sei trotz der Historie aber eines völlig klar: "Rapid ist im Hanappi-Stadion Favorit."

Zuletzt kassierte die Kühbauer-Elf, die nur drei ihrer jüngsten zehn Spiele verloren hat, ein 0:5 in Salzburg, zeigte dabei aber gerade vor der Pause gegen eine "B-Elf" der Bullen eine gute Partie. "Rapid ist ein ähnliches Spiel", prophezeite Kühbauer, der auch mutmaßte, dass Grün-Weiß durch den Ried-Sieg "in den Köpfen wieder frei sein wird". Das Rezept: "Wir müssen uns im Zweikampf gut verkaufen, und bei unseren Chancen, die Bälle besser ausspielen als in Salzburg."

Admira - Austria

Auf die Austria wartet am Samstag im Rennen um die Europacup-Teilnahme eine unangenehme Hürde. Der entthronte Titelverteidiger bekommt es zum Auftakt des letzten Saisonviertels auswärts mit der Admira und damit mit dem zweitbesten Frühjahrsteam der Bundesliga zu tun. Die Südstädter können befreit aufspielen, denn der Klassenerhalt dürfte spätestens seit einer Woche unter Dach und Fach sein.

Durch das 3:0 gegen Wr. Neustadt beträgt der Vorsprung der Admira auf Schlusslicht Wacker Innsbruck schon neun Punkte. Trotzdem warnte Trainer Walter Knaller vor verfrühter Euphorie. "Wir müssen sehr konzentriert bleiben, es kann alles sehr schnell gehen. Im schlechtesten Fall sind wir am Mittwoch nur noch drei Punkte vorne", warnte der frühere Goalgetter.

Hosiner im Bundesliga-Spiel Admira gegen Austria
© GEPA pictures/ Christian Ort Für Philipp Hosiner geht es wieder zurück in seine alte Heimat

Der Nachfolger von Nenad Bjelica auf der Austria-Bank, Herbert Gager, erwartet im Kampf um die Europacup-Plätze eine äußerst enge Entscheidung. "Es wird bis zum Ende spannend sein, alles ist ganz eng beisammen. Mit zwei Niederlagen kann man gleich Fünfter oder Sechster, mit zwei Siegen aber auch Zweiter sein", meinte Gager. Die Partie in der Südstadt wird nicht auf die leichte Schulter genommen, "weil die Admira gut in Form ist. Aber auch wir sind gut drauf", betonte der Trainer.

Sturm - Wacker

Im Kampf um den Klassenerhalt steigt der Druck auf Wacker Innsbruck. Das abgeschlagene Schlusslicht benötigt am Samstag im Auswärtsspiel gegen Sturm Graz dringend Punktezuwachs, ansonsten könnte der Abstiegskampf schneller entschieden sein, als es den Tirolern lieb ist. "Unsere Chancen werden geringer, die nächsten zwei Partien sind sicher entscheidend", erklärte Trainer Michael Streiter.

Offenbacher im Bundesliga-Spiel Wacker gegen Sturm
© GEPA pictures/ Amir Beganovic Wer schafft den Sprung raus aus der Krise?

Der Ex-Teamspieler hofft nach neun Runden und 13 Auswärtsspielen ohne Sieg auf einen erlösenden Erfolg. "Wir haben schon viermal geführt, haben es aber nie rübergebracht. Jetzt müssen wir einmal den Sack zumachen", forderte Streiter. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt nach wie vor. "Der Glaube an die Mannschaft ist vorhanden, weil sie intensiv arbeitet. Nur brauchen wir die nötige Ruhe, um das rüberzubringen", sagte Streiter.

Bei Sturm kehren Spieler wie Daniel Beichler oder Robert Beric nach überstandener Erkrankung in den Kader zurück und sollen dabei helfen, den ersten Sieg im Frühjahr einzufahren. "Aber es wird schwerer als beim 1:1 gegen die Austria, weil es da gegen den Meister und Champions-League-Teilnehmer gegangen ist. Gegen Wacker ist es eine größere psychische Belastung", vermutete Trainer Darko Milanic.

Ried - Grödig

Der SV Grödig hat am Samstag die Möglichkeit, den Fußball-Meistertitel von Red Bull Salzburg hinauszuzögern. Sollte der Aufsteiger gegen die SV Ried einen Auswärtssieg landen, müssten die "Bullen" zumindest bis Sonntag auf die offizielle Besiegelung ihres Rekordtriumphs warten.

Die Verschiebung der Salzburger Meisterparty steht für Grödig-Trainer Adi Hütter vor dem Gastspiel im Innviertel aber nicht im Mittelpunkt. "Die Salzburger müssen nicht einmal mehr ein einziges Spiel machen, damit sie Meister sind. Wir müssen auf uns schauen und haben ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten", erklärte der Vorarlberger. "Wenn wir um die Europacup-Plätze mitreden wollen, müssen wir wieder anfangen zu gewinnen", betonte Hütter.

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