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Rapid weiter auf Euphorie-Welle

Schöttel: "Hätte nicht geglaubt, dass wir so ein Ergebnis zustande bringen"

Bundesliga - Rapid weiter auf Euphorie-Welle © Bild: APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER

Momentan läuft es wie geschmiert für den österreichischen Rekordmeister. Nur drei Tage nach dem so gegen den SV Mattersburg ein klarer Heimsieg eingefahren werden. Eigentlich schade für die Hütteldorfer, dass jetzt eine zweiwöchige Länderspielpause ansteht.

Im Rapid-Lager herrscht nämlich nach dem Einzug in die Gruppenphase der Europa League eine Euphorie, die sich durch das souveräne 3:0 am Sonntag im Hanappi-Stadion über den SV Mattersburg noch verstärkt hat. Dennoch ist Trainer Peter Schöttel über die Liga-Unterbrechung alles andere als unglücklich. "Die Pause tut uns gut", erklärte der Wiener.

Zeit zur Regeneration
Für Schöttel bietet sich in den kommenden Tagen die Gelegenheit, seine Mannschaft nach den anstrengenden Wochen durchschnaufen zu lassen und gleichzeitig auf die bevorstehende Phase mit der bis Dezember andauernden Doppelbelastung Meisterschaft/Europacup vorzubereiten. Montag und Dienstag stehen noch ganz im Zeichen der Regeneration. "Dann werden wir bis zum Wochenende einen konditionellen Schub einlegen, und ab Dienstag in einer Woche beginnt die Vorbereitung auf das nächste Liga-Match", kündigte der 45-Jährige an.

Glück in der Anfangsphase
Weiter geht es für Rapid in zwei Wochen mit dem Heimspiel gegen die Admira, die es den Grün-Weißen wohl nicht so einfach wie Mattersburg machen wird. "Wir haben uns von Rapid das Spiel aufs Auge drücken lassen und sind von Tugenden geschlagen worden, die wir normalerweise nicht vermissen lassen dürfen", sagte Coach Franz Lederer und ärgerte sich über die vergebenen Chancen in der Anfangsphase. "Das war symptomatisch fürs ganze Match." Schöttel musste zugeben, dass seine Truppe bei den drei Möglichkeiten der Burgenländer in den ersten fünf Minuten "Riesenglück" hatte. "Aber dann ist es uns Minute für Minute besser gelungen, den Mattersburgern unser Spiel aufzuzwingen, und mit dem 2:0 war die Partie schon entschieden. Da haben die Mattersburger den Glauben verloren, und wir haben ein gutes, kontrolliertes Spiel abgeliefert."

Keiner wollte vom Feld
Von der Leistung seiner Schützlinge nur drei Tage nach dem kräfteraubenden Duell mit PAOK Saloniki war Schöttel selbst überrascht. "Ich hätte nicht geglaubt, dass wir so ein Ergebnis zustande bringen", sagte Rapids Rekordspieler, der mit Guido Burgstaller und Deni Alar zwei Leistungsträger zunächst auf die Bank setzte. Als vorbeugende Maßnahme, weil das Duo in den kommenden zehn Tagen beim A- beziehungsweise U21-Team engagiert und deshalb einer größeren Belastung ausgesetzt ist. "Wir müssen mit unseren Kräften haushalten", meinte Schöttel. Aus diesem Grund wollte der Wiener seinen Kapitän Steffen Hofmann und Muhammed Ildiz gegen Mattersburg vorzeitig vom Platz nehmen. "Aber beide haben abgewunken, und so habe ich Boyd ausgetauscht, der hat sich nicht mehr wehren können", erzählte Schöttel.

Trimmel blüht auf
Auch Christopher Trimmel hätte der Coach gerne eingebremst, zumal der Burgenländer seine Rückenprobleme erst kürzlich überwunden hatte. Der 25-Jährige ließ sich aber von Schöttel nicht stoppen und bot in der Viererkette bis zum Schluss eine derart starke Leistung, dass der angestammte Offensivspieler als gelernter Rechtsverteidiger durchgehen könnte. "Für ihn ist das eine richtig gute Position, weil er dynamisch und lernfähig ist. Ich könnte mir vorstellen, dass das seine Position bleibt, egal wer sein Trainer ist", sagte Schöttel. Lob gab es auch für Innenverteidiger Gerson. "Am Anfang war er ein bisschen unkonzentriert, aber dann stark wie immer", meinte Schöttel über den Brasilianer, der Stunden vor dem Spiel in einen - harmlosen - Autounfall verwickelt war.

Gersons Trainer tauscht am Montag das Auto gegen das Flugzeug und reist gemeinsam mit seinem Assistenten Thomas Hickersberger nach Norwegen. Dort beobachtet das Duo Rapids ersten Europa-League-Gegner Rosenborg Trondheim in dessen Auswärtsspiel gegen Stabaek.

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