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Rangnick kritisiert: Salzburger
Defensive auf Schülerniveau

2:3-Niederlage gegen die Austria sorgt für neue Unruhe beim kriselnden Meister

Soriano und Kampl betrübt © Bild: GEPA pictures/ Felix Roittner

Mit dem 2:3 am Sonntag daheim gegen die Wiener Austria kassierte Salzburg erstmals in der fast zehnjährigen Ära Red Bull drei Bundesliga-Niederlagen in Serie. Dass das neuerliche Verpassen der Champions League sowie die Causa Sadio Mane tiefe Spuren im Team von Adi Hütter hinterlassen haben, steht somit außer Frage.

Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick sprach angesichts der Defensivprobleme sogar von "Schülerniveau". Inklusive Europacup sind die zu Saisonbeginn von Kantersieg zu Kantersieg geeilten Salzburger nun bereits fünf Pflichtspiele ohne Sieg. Die Tonart bei den "Bullen" wird schärfer, Trainer Adi Hütter wird jedoch offiziell noch nicht die Rute ins Fenster gestellt.

Trainer (noch) nicht in Frage gestellt

"Ich glaube nicht, dass es am Trainer liegt. Und ich stelle ihn auch nicht infrage", meinte Rangnick. Scharfe Kritik übte der 56-jährige Deutsche jedoch am Defensivverhalten der Hütter-Schützlinge. Vor allem der Siegestreffer der Austria in der 86. Minute durch Omer Damari, der Andre Ramalho und Co. alt aussehen ließ, lag Rangnick schwer im Magen.

Rangnick bei der Red-Bull-PK
© GEPA pictures/ Felix Roittner Ralf Rangnick ist derzeit sehr unzufrieden

"So wie das 2:3 zustande gekommen ist, das war Schülerniveau. Dieses Gegentor hat mich maßlos geärgert", sagte der ehemalige Schalke- und Stuttgart-Trainer, der das Defensivverhalten ganz allgemein als "grob fahrlässig" bezeichnete. Auch Rangnick weiß natürlich, dass das Scheitern im Champions-League-Playoff die Truppe ordentlich zurückgeworfen hat.

Das Selbstvertrauen ist weg

"Natürlich hat das alles sehr viel mit Selbstvertrauen zu tun. Aber irgendwann muss Malmö abgehakt werden", erklärte Rangnick, der nun fordert: "Jetzt gilt es schnellstmöglich wieder Stabilität in die Mannschaft zu bekommen." Das sieht auch Offensivspieler Kevin Kampl so: "Jetzt müssen wir die Ärmel hochkrempeln."

Hinteregger sieht Rot
© GEPA pictures/ Mathias Mandl Martin Hinteregger wurde früh vom Platz gestellt

Trainer Hütter bezeichnete die Situation als "sehr, sehr unangenehm". Dabei habe sein Team trotz des Ausschlusses von Martin Hinteregger kurz nach der Pause (49.) sogar noch die Chance auf den Sieg gehabt. "So wie am Anfang der Saison nicht alles perfekt war, so ist jetzt nicht alles schlecht", forderte Hütter auch ein wenig Objektivität bei der Beurteilung der Lage.

Zwei neue Wiener Stolpersteine

Für die Salzburger geht die "Wiener Woche" nun weiter. Nach dem Match gegen die Austria warten nun jeweils in Wien das Cup-Match gegen den Regionalligisten Wiener Sportklub (Mittwoch) sowie das Liga-Match gegen Rapid (Sonntag). "Jedes Spiel ist jetzt für uns von enormer Wichtigkeit", weiß Hütter.

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