Bundesliga Österreich von

Gorgon explodiert mit der Austria

Mit 10 Punkten aus 5 Spielen ist die Vastic-Truppe bislang das beste Team 2012

Bundesliga Österreich - Gorgon explodiert mit der Austria © Bild: Reuters/Hillergren/Scanpix

Vor allem Alexander Gorgon hat es Austria-Trainer Ivica Vastic zu verdanken, dass sein Team mit zehn Punkten aus fünf Spielen die bislang erfolgreichste Bundesliga-Mannschaft 2012 ist. Der 23-Jährige hat vier von bisher fünf Austria-Toren 2012 erzielt, alle waren entscheidend. Nach dem Admira den Treffer zum 2:1-Endstand. "Gorgon ist derzeit in einer überragenden Form", freute sich Vastic. "Egal was ich derzeit mache, der Ball geht ins Tor. Ich bin überglücklich und möchte meinen derzeitigen Lauf gar nicht zu viel hinterfragen", sagte Austrias neuer Goalgetter.

Nicht zuletzt dank Gorgon sieht sich Vastic in seiner Arbeit bestätigt. Schließlich geht der Plan bisher voll auf. Nach der Stabilisierung der Defensive (nur 2 Gegentore, beide aus Standardsituationen) geht es bei den Violetten nun auch spielerisch deutlich bergauf. Mit der Leistung gegen die Admira nahm die Austria ihren Kritikern, die zu wenig Offensivgeist bemängelt hatten, bis auf weiteres den Wind aus den Segeln. "Wir haben uns nicht beeinflussen lassen von irgendwelchen Geschichten von außen. Wir glauben an unseren Weg. Die Mannschaft ist überzeugt, dass es gut ist, was wir tun. Wenn das auch die Ergebnisse bestätigen, dann ist es für alle leichter", sagte Vastic zufrieden.

Auch Gorgon verteidigte die Spielweise der Austria: "Vielleicht waren einige Spiele nicht so schön anzusehen wie im Herbst. Aber es ist von Spiel zu Spiel eine Steigerung zu erkennen. Und im Vordergrund steht die Effektivität." Für den einzigen Nicht-Gorgon-Treffer sorgte Roman Kienast, der mit dem 1:0 gegen die Admira sein erstes Pflichtspieltor für die Austria erzielte. "Ich hoffe, dass jetzt der Knoten geplatzt ist und weitere Tore folgen", meinte Kienast.

Mehr als Tore
Vastic vermeidet es, seine Stürmer nur an Toren zu messen. "Wenn einer nicht trifft, dann kann er das mit Arbeit und Laufbereitschaft wettmachen." Wer nach 24 Runden an der Tabellenspitze mitmischt, darf natürlich auch vom Meisterteller träumen. "Wenn unser Aufwärtstrend weitergeht, haben wir gute Chancen auf den Titel", erklärte Tormann Heinz Lindner.

Aber auch die Admira hat nur vier Punkte Rückstand. Umso mehr ärgerte sich Dietmar Kühbauer, dass die ansprechende Leistung seines jungen Teams unbelohnt blieb. "Da wäre deutlich mehr drinnen gewesen", sagte der Admira-Chefcoach, der die Gründe für die Niederlage kannte: "Der letzte Pass ist nicht angekommen. Da müssen Ablauf und Entschlossenheit zu hundert Prozent passen. Im letzten Drittel des Feldes, da spielt die Musik. Das wird dir jeder Trainer der Welt bestätigen."