Bundesliga-Klubs starten mit 90 Legionären

Sieben Nicht-EWR-Ausländer pro Klub spielberechtig Plus: Wer wird Meister? Ihr Tipp & So tippen die Kapitäne!

Bundesliga-Klubs starten mit 90 Legionären

Die zehn Vereine der T-Mobile-Bundesliga startet mit 90 Legionären in die Saison 2002/03. Damit ist die Zahl der ausländischen Spieler in der höchsten österreichischen Spielklasse gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, Ende Juni 2001 (allerdings zwei Wochen vor Saisonbeginn) hatten die zehn Verein 85 Legionäre unter Vertrag. Den Großteil der Fremdarbeiter stellen Länder außerhalb der EU (65).

Nachdem sich Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein und Sportministerin Vizekanzlerin Dr. Susanne Riess-Passer vergangene Woche auf die Verlängerung der Gültigkeit des so genannten "Fußballer-Erlasses" um ein Jahr geeinigt haben, dürfen die Vereine auch in dieser Saison sieben Spieler aus nicht EWR-Staaten (plus Spieler mit Befreiungsschein, Niederlassungsbewilligung und Hoffnungsträger) beschäftigen.

Sturm geschöpft Kontingent voll aus
Der Erlass war im Vorjahr ausgearbeitet worden, womit das Kontingent von fünf auf sieben Nicht-EWR-Spielern erhöht worden war. Voll ausgeschöpft wird das Kontingent heuer aber nur vom SK Sturm Graz, der Emmanuel Atangana abgemeldet hat, und SW Bregenz.

Bosman-Urteil schuld
Der Anteil der Legionäre bleibt damit auf hohem Niveau, seitdem im Dezember 1995 mit dem Bosman-Urteil EU-Ausländer den Österreichern gleich gestellt wurden. Waren in der Saison 1994/95, also in der Ära vor Bosman, nur 33 Kicker aus dem Ausland in Österreichs höchster Liga unter Vertrag, verdoppelte sich die Zahl bis zum Frühjahr 1997 (63) beinahe, im Frühjahr 1999 stieg die Zahl auf über 80 und hält sich seitdem in diesem Bereich oder knapp darüber.

Fleurquin zu Rennes
Schon nicht mehr mitgezählt wurde Andres Fleurquin (Bild). Der Mittelfeldspieler aus Uruguay, der von Sturm in der Vorsaison an Galatasaray Istanbul verliehen war, wechselt nach Frankreich zu Rennes. Die Vereine sind sich einig, Fleurquin weilt derzeit in Rennes, um die letzten Details zu klären.