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Kein Weihnachtsfrieden bei Rapid

Peter Schöttel nach Pleite "einfach nur angefressen" - Abstiegskampf zugespitzt

Rapid-Trainer Peter Schöttel © Bild: GEPA/Walgram

Rapid hat einen Denkzettel in den dreiwöchigen Weihnachtsurlaub mitgenommen. Der Rekordmeister kassierte zum Jahresabschluss eine unerwartete 0:1-Niederlage bei Nachzügler Wr. Neustadt und überwintert damit deutlich hinter dem führenden Stadtrivalen Austria auf dem dritten Tabellenplatz. Unterdessen spitzte sich der Abstiegskampf in der Bundesliga weiter zu.

Der Herbst 2012 war ein turbulenter für Rapid. Selbst der jüngste Erfolgslauf von vier Ligasiegen in Serie hatte zuletzt nicht zu einer Entspannung beigetragen. Zu massiv ist die Kritik der Fans an der Führungsetage. Diese will noch vor Weihnachten einen neuen Sportdirektor präsentieren. Trainer Peter Schöttel ist laut eigenen Angaben nicht in die Suche involviert. "Ich weiß wirklich nicht, wer neuer Sportdirektor wird", versicherte der Ex-Internationale.

Carsten Jancker neuer Sportdirektor?

Die Personalie behindert derzeit allerdings auch die Kaderplanungen. "Was mögliche neue Verstärkungen betrifft, müssen wir einmal bis zur Ernennung des neuen Sportdirektors warten", erklärte Schöttel. Laut Medienberichten könnte der neue starke Mann aus Deutschland kommen. Hoffnungen dürfte sich damit auch der bisherige Rapid-Nachwuchsmanager Carsten Jancker machen.

Den Spannungen im Club wirkte das Auftreten in Wr. Neustadt vor der traditionellen Weihnachtsfeier am Sonntagabend in der Eventpyramide Vösendorf nicht entgegen. Rapid präsentierte sich auf dem schwierigen, weil sehr glitschigen Terrain vor der Pause inferior. "Es ist fahrlässig, wenn man so wie wir ins Spiel geht", kritisierte Schöttel. "Wir haben nur eine Hälfte Fußball gespielt, das war die zweite."

Zu einem Punktegewinn bei seinem Ex-Verein reichte es nicht mehr. "Das war eine unnötige Niederlage", betonte Schöttel. "Ich bin einfach nur angefressen. Jetzt ist es einmal wichtig, dass wir drei Wochen Urlaub haben." Trainingsstart bei Rapid ist am 7. Jänner. "Wir werden uns gut auf die Frühjahrssaison vorbereiten und wollen noch einmal angreifen", versprach Jungstürmer Deni Alar.

Admira im Abstiegskampf angekommen

Die Neustädter bewahrten sich mit dem zweiten Heimsieg in Serie vor der "Roten Laterne". Diese überwintert trotz eines 3:1 gegen die Admira in Innsbruck. Die Tiroler zogen die Admiraner aber endgültig mit in den Abstiegskampf. Lediglich einen Punkt haben die Südstädter aus den vergangenen neun Runden geholt. Diesen einen Punkt (1:1 beim WAC) liegen sie auch noch vor Wr. Neustadt und Innsbruck.

"Derzeit müssen wir froh sein, in den Winter zu kommen. Wir wir auftreten, hätten wir niemanden mehr schlagen können", gestand Admira-Trainer Dietmar Kühbauer. "Wir müssen schauen, dass wir im Frühjahr wieder gut anfangen." Zum Auftakt am 16. Februar im NÖ-Derby gegen Wr. Neustadt geht es bereits um viel. Neustadt-Coach Heimo Pfeifenberger hofft bis dahin auch auf Verstärkungen. "Die Mannschaft braucht ein bisschen frisches Blut."

Die Personaldecke ist auch in Innsbruck dünn. Das Schlusslicht durfte sich aber auf den von einer Drei-Spiele-Sperre zurückgekehrten Roman Wallner verlassen, der mit einem Doppelpack zum Matchwinner avancierte. "Er ist ein richtiger Torjäger, auch wenn er noch nicht seine Bestform erreicht hat", meinte Wacker-Trainer Roland Kirchler.

Mattersburg blickt sorgenvoll nach unten

Mit dem Abstiegskampf muss sich langsam auch Mattersburg auseinandersetzen. Die Burgenländer kassierten mit einem 0:7 in Salzburg ihre höchste Bundesliga-Niederlage überhaupt. "Wenn wir nicht alle wirklich am letzten Drücker arbeiten, wird es schwierig. Das haben wir gesehen", betonte SVM-Trainer Franz Lederer. Das 0:7 wollte er aber nicht überbewerten. "Wir sind immer noch fünf Punkte vor dem Tabellenende."

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