Bundesliga per Einstweiliger Verfügung
zur Punkterückgabe an GAK aufgefordert

WEITER: Erklärung der Bundesliga im Wortlaut, die auf der Internetseite der Bundesliga veröffentlicht wurde

Aufgrund einer Einstweiligen Verfügung (EV) des Landesgerichts für Zivilrechtssachen (LG) Graz vom 28. März 2007 wurde die Österreichische Fußball-Bundesliga aufgefordert, folgende verhängten und vollzogenen Punkteabzüge für Liebherr GAK - bis zum Eintritt der Rechtskraft der gerichtlichen Entscheidung - aufzuheben.

- 6-Punkte-Abzug aufgrund eines Urteils der FIFA-Disziplinarkommission und darauf folgender Aufforderung zur Exekution durch die FIFA
- 10-Punkte-Abzug als Folge der Insolvenz aufgrund damit zusammenhängender Nichterfüllung von Kriterien
- 12-Punkte-Abzug aufgrund von Verstößen gegen Verpflichtungen aus dem Lizenzierungsverfahren

D. h. Liebherr GAK werden bis auf weiteres die o. a. 28 Punkte in der Tabelle der T-Mobile Bundesliga hinzu gefügt, der Klub hält somit bei 27 Punkten.

Der Bundesliga wurde bei Erlass der EV seitens des LG Graz keine Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt.

Zur Begründung
Begründet wird dies seitens des Gerichts mit dem Umstand, dass Liebherr GAK sowie dessen Gläubiger durch die Verhängung der angeführten verbandsinternen Sanktionen wirtschaftlicher Schaden droht.
In der EV wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass "...der vereinsinterne (Anm.: verbandsinterne) Instanzenzug noch nicht zur Gänze ausgeschöpft ist und grundsätzlich nicht voreilig in die Selbstverwaltung eines Vereines (Anm.: der Bundesliga) eingegriffen werden soll...".

Rekurs durch die Bundesliga
Dazu erklärt Vorstand Georg Pangl: "Die Bundesliga wird diese Einstweilige Verfügung innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von 14 Tagen beim Landesgericht Graz mittels Rekurs anfechten. Zusätzlich dazu wird der bereits eingebrachte Protest von Liebherr GAK (Anm.: 6-Punkte-Abzug durch die FIFA im Fall Kimoni) vom Protestkomitee zeitnah behandelt und entschieden".

(red)