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Baur übernimmt als Trainer in Grödig

Ex-Teamspieler folgt scheidendem Adi Hütter - Tiroler zuletzt in Regionalliga tätig

Michi Baur mit Christian Haas © Bild: GEPA pictures/ Mathias Mandl

Die Suche nach einem neuen Chefcoach ist für den SV Grödig beendet. Ex-Teamspieler Michael Baur wird ab der kommenden Saison Trainer des Bundesligisten, der noch um eine Europacup-Teilnahme kämpft. Der Tiroler, zuletzt bei Anif in der Regionalliga tätig, wird damit Nachfolger von Adi Hütter, der mit Saisonende Grödig verlassen und bei Red Bull Salzburg als heißer Kandidat gehandelt wird.

"Wir wollten eine österreichische Lösung, einen jungen, dynamischen Trainer, der den Weg, den wir eingeschlagen haben, fortführt. Er passt genau in das Anforderungsprofil, das wir wollen", erklärte Grödig-Manager Christian Haas, der mit vier weiteren Kandidaten Gespräche geführt hatte, warum die Wahl auf Baur fiel. "Er kann und will mit jungen Spielern arbeiten, das hat er in Anif schon gemacht."

Auch Hütter, der Grödig aus der Ersten Liga in die Bundesliga geführt hatte, sprach sich für seinen ehemaligen Nationalteamkollegen als Nachfolger aus. "Ich gratuliere dem Verein und Adi Hütter zu dieser Saison, es ist eine Ehre und Herausforderung in seine Fußstapfen zu treten", betonte Baur, dessen Vertrag in Grödig bis Sommer 2016 datiert ist.

Ziel Offensiv-Fußball

"Ich will einen offensiv ausgerichtigen attraktiven Fußball spielen. Wir wollen agieren, nicht reagieren, die Mannschaft soll am Platz zeigen, dass wir bestimmen wollen", sagte der ehemalige Abwehrspieler, der mit 566 Einsätzen hinter Heribert Weber (573) die Nummer zwei in der ewigen Bundesliga-Einsatz-Statistik ist.

Christian Haas bei der PK
© GEPA pictures/ Florian Ertl Christian Haas kann die Trainersuche zufrieden einstellen

Dass möglicherweise einige Stammspieler des aktuellen Tabellenvierten, der als Aufsteiger noch mit dem punktegleichen Vorjahresmeister Austria Wien um einen Europacup-Platz in der letzten Runde am Sonntag kämpft, im Sommer weggehen könnten, ist Baur bewusst. "Uns muss es gelingen, junge hungrige Spieler an Land zu ziehen, die spielen wollen", will der Innsbrucker auch auf dem Spielersektor den Weg von Hütter fortsetzen.

Trainingsstart am 10. Juni

Sein erstes Training wird er am 10. Juni leiten. "Ich fühle mich wie vor 25 Jahren, als ich mit 19 den Vertrag bei Tirol unterschrieben habe. Es wartet harte Arbeit auf mich, aber ich habe inzwischen ein bisschen Erfahrung gesammelt und kann aus meiner aktiven Karriere als Spieler einiges mitnehmen. Ich bin immer für Arbeit gestanden, das wird auch in Zukunft so sein", bekräftigte Baur, der sein Trainerteam noch zusammenstellen muss.

Die Zielsetzung der Grödiger in der kommenden Saison ist auch bereits klar. "Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben, unser Ziel ist das gesicherte Mittelfeld. Sollte uns mehr gelingen, warum nicht", meinte Haas. "Wenn ich sehe, mit welcher Leidenschaft die Mannschaft am Werken ist, ist mir für die Zukunft nicht bange", machte sich Baur keine Sorgen, dass sein Vertrag im Falle eines Abstiegs bereits in der kommenden Saison vorzeitig enden könnte.

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