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Austria gewinnt Schlager
gegen Neo-Meister Salzburg

Alter Meister schlägt den neuen - Salzburger Serien enden nach schwacher Leistung

Jubel der Austria im Bundesliga-Spiel gegen Salzburg © Bild: GEPA pictures/ Christian Ort

Sie standen dem neuen Meister erst Spalier und hatten dann doch kein Erbarmen mit überforderten "Bullen": Das 3:0 (2:0) über den am Sonntag gekrönten Meister Red Bull Salzburg war für die Wiener Austria am Mittwoch nicht nur einen prestigeträchtiger, sondern auch für die Europa-League-Ambitionen der "Veilchen" wichtiger Erfolg, dank dessen man wieder auf Rang drei kletterte.

Sieben Partien in Folge ist die Austria dank der Treffer von Daniel Royer (16.), Markus Suttner (27.) und Alexander Gorgon (52.) nun ungeschlagen. Sie fügte den Gästen die erste Niederlage seit 24. November des Vorjahrs (1:2 gegen Rapid) bzw. die erst dritte Saisonniederlage zu. Und sie brachte neuerlich das Kunststück zuwege, den "Bullen" ein Tor zu versagen. Die Austria hatte das als bisher letztes Team am 2. Dezember 2012 beim Heim-0:0 geschafft. Danach hatte Salzburg in 46 Liga-Partien stets zumindest einmal getroffen.

"Wir brauchen keine Extra-Motivation, weil wir derzeit so viel Spaß haben, wenn wir auf den Platz gehen", hatte Salzburgs Trainer Roger Schmidt für das Spiel drei Tage nach frühzeitig fixiertem Titel versprochen. Zu sehen war davon allerdings nicht viel. Und so verabsäumten es die Salzburger auch, mit dem 13. Sieg in Folge die Bestmarke der Austria aus der Saison 1985/86 zu knacken. Auf den von Grün-Weiß gehaltenen Torrekord aus der Saison 1985/86 von 101 Treffern fehlen den Salzburgern weiterhin drei Tore.

Austria-Spalier für Neo-Meister Salzburg
© GEPA pictures/ Philipp Brem Die Austria-Spieler erwiesen dem Neo-Meister Respekt

Austria-Defensiv-Taktik zahlt sich aus

Der Abend begann vor 10.738 Zuschauern in der Generali-Arena durchaus denkwürdig: Nach der öffentlich heftig diskutierten Frage, ob der alte für den neuen Meister Spalier stehen sollte, reihten sich die "Veilchen" beim Einlaufen tatsächlich links und rechts der Mittellinie auf und spendeten den "Bullen" Applaus. Die Salzburger traten freilich nicht in Bestbesetzung an, Trainer Roger Schmidt gönnte fünf Stammkräften eine Pause: Leitgeb, Alan und Hinteregger saßen auf der Bank, Kampl und Ilsanker standen nicht einmal im Kader. An ihrer Stelle spielten Rodnei, Hierländer, Berisha, Lazaro und Zulj.

Der weiter ungeschlagene Austria-Coach Herbert Gager wiederum wählte eine defensive Taktik, flankierte die drei Innenverteidiger Ramsebner, Rotpuller und Koch mit den defensiven Flügeln Koch und Suttner - und hatte damit auch Erfolg. Sein Team drückte dem gesamten Spiel klar seinen Stempel auf und sorgte mehrmals für Gefahr. Der erste gefährliche Angriff der Gastgeber endete noch mit einem ungefährlichen Fernschuss De Paulas (4.), schließlich musste Gulacsi aber zweimal bei einem Suttner-Volley (11.) sowie gegen Gorgon (14.) parieren.

Salzburg gegen Austria in der Bundesliga
© GEPA pictures/ Christian Ort Die Austria war Salzburg in diesem Spiel überlegen

Zwei Minuten später war der ungarische Schlussmann aber chancenlos: Nach Querpass des starken Gorgon konnte Ramalho zwar noch blocken, im zweiten Versuch war aber Royer aus Kurzdistanz zur Stelle (16.). Und die Austria legte nach: Nach einem schönen Angriff legte Royer sehenswert in den Lauf von Suttner, der souverän in lange Eck zielte (27.).

Ratlose und fehleranfällige Bullen

Salzburg wurde im Angriff stets von den Hausherren bedrängt, wirkte ratlos und fehlerhaft und konnte auch seine Pressing-Stärken überhaupt nicht ausspielen. Die Folge: Eine einzige brauchbare Möglichkeit vor der Pause. Zuljs Kopfball in Folge einer Flanke Kleins ging nach genau einer halben Stunde aber neben den Kasten.

Die zweite Hälfte bot über weite Phasen die Fortsetzung des Gesehenen, Spannung kam keine mehr auf. Kurz nach Wiederbeginn ging Hosiners abgefälschter Schuss knapp am Tor vorbei (48.), wenig später machte Gorgon nach Suttner-Eckball per Kopf den Sack zu (52.). Salzburg kam in der Offensive in der Folge zwar einen Hauch besser zur Geltung, fand mit Ausnahme zweier Mane-Schüsse (57./neben das Tor und 83./Lindner) aber keine nennenswerten Möglichkeiten vor. Die Luft war jedenfalls großteils entwichen, die Austria verwaltete das Resultat bis zum Schluss souverän.

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