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Austria vs. Rapid: Wiener Derby
war lange nicht mehr so spannend

Tabellenführer Rapid gastiert heute bei der zweitplatzierten Wiener Austria

Derby Rapid vs. Austria © Bild: APA/HANS PUNZ

Am heutigen Mittwoch (20.30 Uhr) steigt das 314. Wiener Fußball-Derby. Die Austria empfängt den ewigen Stadtrivalen Rapid. So spannend wie diesmal war das Duell schon lange nicht mehr, trifft doch immerhin der Tabellenführer auf den Zweitplatzierten. Diese Konstellation gab es in einem Derby zuletzt vor acht Jahren.

Das 314. Wiener Derby findet in der Wiener Generali Arena statt. Das Match ist mit 12.500 Zuschauern ausverkauft, für alle, die nicht im Stadion vor Ort sein können oder wollen überträgt ORF eins ab 20.15 Uhr live.

Traumstarts der Wiener Clubs

Rapid ist ein Traumstart in die diesjährige Herbstsaison gelungen. Auf den Auftaktsieg gegen Ried folgten weitere volle Erfolge gegen Meister Salzburg und den WAC. Die Hütteldorfer stehen dementsprechend mit einem vollen Punktekonto da. Auch der Austria ist unter Neo-Coach Thorsten Fink ein toller Start geglückt. Nach Siegen gegen den WAC und Altach gab es zuletzt ein Remis gegen Grödig.

Das Duell um die Tabellenführung

Mit dem Maximum von neun Punkten haben die Hütteldorfer vor dem Derby die Tabellenführung inne, bei einem Sieg könnte die Wiener Austria, die mit sieben Zählern auf dem zweiten Platz rangiert, dem ewigen Kontrahenten diese jedoch abluchsen. Kein Wunder, dass das traditionsreiche Duell diesmal so viel Spannung verspricht wie schon lange nicht mehr.

Was sagen die Trainer?

Austria sieht Rapid in der Favoritenrolle

"Wir müssen einen kühlen Kopf und ein heißes Herz haben", erklärte Austria-Coach Thorsten Fink am Tag vor dem "besonderen Spiel" und wies sogleich darauf hin, welch besondere Brisanz das Match hat. "Wann war es das letzte Mal, dass in einem Derby der Erste gegen den Zweiten spielen durfte?", fragte der Deutsche. Es ist in der Tat bereits fast acht Jahre her. Am 25. November 2007 matchten sich die beiden Wiener Topclubs das letzte Mal um die Tabellenführung. Damals trennte man sich mit einem torlosen Remis, die Austria behielt die Tabellenführung.

Dieses Mal müsste die Austria Rapid die Tabellenführung entreißen, doch das verspricht ein schwieriges Unterfangen zu werden. "Man muss sehen, dass uns Rapid voraus ist", erklärte Franz Wohlfahrt bei der Pressekonferenz am Tag vor dem Spiel der Spiele. "Aber in einem Derby gibt es keine Favoriten und Außenseiter", machte der Sportdirektor jedoch sofort klar, dass in einem Derby bekanntlich andere Gesetze herrschen.

Rapid will ersten Platz verteidigen

Die Tabellenführung kümmert Rapid-Coach Zoran Barisic laut eigener Aussage derzeit noch herzlich wenig. "Momentan ist mir das wurscht. Es geht mir rein nur um dieses Spiel. Ich bin weit davon entfernt, auf die Tabelle zu schauen", erklärte der Trainer bei der Pressekonferenz am Tag vor dem Derby. Die Tatsache, dass der Erste auf den Zweiten trifft sei "noch nicht so aussagekräftig, aber wir wollen den ersten Platz verteidigen", so Barisic.

Über die verpatzte erste Hälfte gegen den WAC hat der Rapid-Trainer bereits den Mantel des Vergessens ausgebreitet. "Das ist die Halbzeit, die ich vergessen habe", erklärte Barisic, der angab, sie auch nicht wirklich analysiert zu haben. An der Ausgangslage für das Derby würde dies ohnehin nichts ändern, denn: "In einem Derby gibt es keinen Favoriten - egal, wer in welcher Form ist, wer daheim oder auswärts spielt."

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Für wen spricht die Statistik?

In bisher 313 Spielen gab es 128 Siege für Rapid, 114 Siege für die Austria und 71 Unentschieden. Die Duelle in der vorigen Saison brachten keinen eindeutigen Gewinner hervor. Auf ein 2:2-Remis im ersten Aufeinanderteffen folgten zwei knappe Austria-Siege (3:2 und 2:1), das letzte Derby im Mai konnte hingegen Rapid mit 4:1 relativ klar für sich entscheiden. Damals befanden sich die Hütteldorfer, die die vergangene Saison als Vizemeister abschlossen, bereits auf einer Erfolgswelle, die Austria ist mit ihrem neuen Trainer Thorsten Fink nun aber nachgezogen.

In der Generali Arena bzw. dem Horr-Stadion hat jedoch die Heimmannschaft die Nase vorne. Die Wiener Austria hat bei 36 Spielen 14 Siege und 16 Remis zu Buche stehen, die Hütteldorfer konnten in der Höhle des Löwen bisher sechs Siege feiern.

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