Bundesliga 5. Runde von

Salzburg plant Festspiele

"Bullen" peilen ideale Europacup-Generalprobe an - Grazer hoffen auf Überraschung

Red Bull Salzburgs Mannschaft jubelt gegen Grödig © Bild: APA/KRUGFOTO

Sturm Graz droht eine weitere sieglose Partie: Die Grazer sitzen nach vier Runden als siegloser Vorletzter im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga fest. Dass sich daran am Samstag (16.30 Uhr) nicht viel ändert, ist zu erwarten, gastiert doch Tabellenführer Red Bull Salzburg in der UPC-Arena. Die Salzburger wollen in der Liga zum 24. Mal in Serie ungeschlagen bleiben und mit einem Sieg für eine gelungene Generalprobe vor dem Europa-League-Play-off-Hinspiel gegen Schalgiris Vilnius am Donnerstag sorgen.

Die Grazer holten bisher unter Coach Darko Milanic nur zwei Punkte, mit dem 1:1 bei Schlusslicht Admira Wacker Mödling verhinderten sie zuletzt aber immerhin den Rückfall ans Tabellenende. "Ich denke schon, dass sich Sturm Graz bisher unter Wert verkauft hat. Die Mannschaft ist besser, als es der Tabellenplatz aussagt. Ich gehe davon aus, dass wir auf einen hoch motivierten Gegner treffen, der die Chance wahrnehmen will, einiges wiedergutzumachen", meinte Roger Schmidt.

Unabhängig davon werde seine Truppe natürlich auf Sieg spielen. "Unser Ziel in Graz ist es, nach Möglichkeit schnell in Führung zu gehen", betonte der Deutsche. In Graz ist es allerdings diese Saison noch keinem gegnerischen Team gelungen, vor der Pause ein Tor zu erzielen. Daran muss sich auch am Samstag nicht unbedingt etwas ändern, haben die "Bullen" doch 10 ihrer 15 Tore nach dem Seitenwechsel erzielt.

Salzburger Torfeuerwerk

"Wir spielen immer nach vorne und sind in der Lage, den Gegner stark zu beschäftigen. Die eine oder andere Mannschaft schafft es da, eine gewisse Zeit lang gut zu verteidigen, aber nicht 90 Minuten die nötige Intensität im Defensivverhalten zu zeigen", analysierte Schmidt. Nicht nur Salzburgs Trainer ist mit seiner Mannschaft momentan zufrieden, auch Sportdirektor Ralf Rangnick fand positive Worte: "Es ist zu spüren, dass die Mannschaft ganz anders auftritt. Es ist deutlich erkennbar, dass wir agieren, kreativ sind und deutlich mehr Tore schießen. Da muss ich der Mannschaft und dem Trainer ein Kompliment machen, da sind wir auf einem gutem Weg."

Die Salzburger haben mit 15 nach vier Runden so viele Tore wie noch nie in der Vereinsgeschichte auf dem Konto. Den Bundesliga-Rekord halten sie zu diesem Zeitpunkt aber nicht, der ist im Besitz der Austria (17 Treffer, Saison 1990/91). Dementsprechend blickte auch Stefan Hierländer optimistisch in Richtung Graz-Spiel. "Unser Ziel ist natürlich, das Spiel zu gewinnen. Wenn wir unser Spiel aufziehen, wie immer, dann wird das auch gelingen. Ich bin guter Dinge, dass wir mit einem Sieg zurückreisen", sprach der Mittelfeldspieler Klartext.

Milanic mit Zweckoptimismus

Die Grazer lassen sich von der Torlaune der "Bullen" jedenfalls nicht einschüchtern. "95 Minuten Konzentration und Kampf und dazu die Unterstützung der Fans, dann ist einiges möglich", sagte Sturm-Trainer Darko Milanic. Der Slowene wartet noch immer auf seinen ersten Meisterschaftserfolg und will diesen am besten am Samstag fixieren.

"Salzburg ist in guter Form, geht ein hohes Tempo, ist dynamisch und technisch stark, aber wir sind gut vorbereitet und bereit. Ich erwarte mir viel und will drei Punkte machen", betonte Milanic. Seine Truppe habe in den vergangenen zwei Wochen viel weitergebracht, das stimme ihn zuversichtlich. "Jeder weiß, was zu tun ist. Wir müssen nach vorne spielen, das ist uns in den letzten Spielen schon gut gelungen. Der letzte Pass hat halt gefehlt", sagte Sturms Coach.

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