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Rapid will gegen Salzburg
den zweiten Platz absichern

Duell Meister gegen Rekordmeister als erstes Spiel der Schmidt-Abschiedstournee

Sonnleitner gegen Soriano im Bundesliga-Spiel Rapid gegen Salzburg © Bild: GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

Rekordmeister Rapid empfängt Meister Salzburg am Samstag im Topspiel der drittletzten Runde der Bundesliga. Für die Salzburger ist es die erste Partie nach Bekanntwerden des Abgangs von Trainer Roger Schmidt zu Bayer Leverkusen mit Saisonende. Die Hütteldorfer dürfen hingegen auch nächste Saison auf Trainer Zoran Barisic bauen, der seinen Vertrag am Freitag vorerst um ein Jahr verlängerte.

Rapid - Salzburg

Die Salzburger können angesichts eines Vorsprungs von 24 Punkten gelassen in die Partie gehen. Für die Wiener, denen der Lokalrivale Austria mit einem Punkt Rückstand im Nacken sitzt, haben mehr Druck, gilt es doch auch noch die Europacup-Qualifikation zu fixieren. "Es sind zwei laufstarke Mannschaften, es wird sicher ein intensives Spiel werden", ist Barisic überzeugt.

Das letzte direkte Duell war ein echter Leckerbissen, beim 6:3 für Salzburg am 2. März in der Mozartstadt boten beide Mannschaften einen attraktiven Angriffsfußball. "Für mich war das letzte Duell eines der besten Spiele in Österreich in den letzten Jahren überhaupt. Wir wollen ein super Spiel abliefern und unsere Fans begeistern", gab Barisic die Marschroute vor.

Krammer will erneut einen Sieg

Seine Truppe ist seit damals acht Spiele unbesiegt, im eigenen Stadion sind es sogar elf Partien. Das erste Saison-Heimduell mit den "Bullen" konnten die Wiener mit 2:1 für sich entschieden, es war am 24. November 2013 zugleich das erste Match der Präsidenten-Ära von Michael Krammer. "Im ersten Spiel in meiner Funktion hat es einen Sieg gegeben, der kann diesmal gerne auch höher ausfallen", sagte Krammer schmunzelnd.

Bundesliga-Duell Salzburg gegen Rapid
© GEPA pictures/ Felix Roittner Gibt es nach dem jüngsten 6:3 erneut ein Spektakel?

Thanos Petsos, Dominik Starkl und Stephan Palla stehen den Hütteldorfern verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Bei den Gästen sind Isaac Vorsah, Christian Schwegler, Franz Schiemer und Rodnei weiter nicht einsatzfähig. "Es ist ein Unterschied ob man knapp Zweiter wird oder mit 30 Punkten Rückstand. Ich glaube, dass Rapid zeigen will, dass sie besser sind, als es der Abstand zeigt", rechnete Schmidt mit einem gefährlichen Gegner. Zudem gehe es in dem Duell auch immer ums Prestige.

Soriano will 100. Pflichtspieltreffer

Interessant wird, wie die Salzburg-Spieler nach der bekannt gewordenen Zukunftsentscheidung von Schmidt reagieren werden. "Die Mannschaft ist sehr motiviert und wird alles raushauen", versprach der deutsche Erfolgscoach. Für die nötigen Tore soll einmal mehr Jonatan Soriano sorgen. Der Spanier führt die Liga-Schützenliste mit 30 Toren an, 2014 gelangen ihm in zwölf Spielen schon 18 Treffer.

Ein weiterer Treffer wäre sein 100. in einem Pflichtspiel im Salzburger Dress. "Ich gehe mit Freude ins Spiel, bei Rapid herrscht immer eine super Stimmung. Mein Ziel ist es immer, Tore zu machen", betonte Soriano, der in der Mozartstadt glücklich ist und daher nach eigenen Angaben keinen Gedanken an einen Transfer verschwendet.

Admira - Ried

Angerschmid und Walch bei der SV Ried
© GEPA pictures/ Florian Ertl Angerschmid kämpft um einen Vertrag

Das Heimspiel gegen die Admira am Samstag könnte zur letzten Partie von Michael Angerschmid auf der Trainerbank der SV Ried werden. Sollten die Innviertler einen Sieg gegen die Südstädter verpassen, wäre die Vorgabe von 48 Punkten am Saisonende für eine Vertragsverlängerung des Oberösterreichers nicht mehr zu erreichen - in diesem Fall ist sogar ein vorzeitiger Abschied möglich.

"Es ist vorgesehen, dass ich meinen Vertrag bis Saisonende erfülle. Wenn aber der Verein sagt, die letzten beiden Spiele soll ein anderer als Trainer machen, muss ich das akzeptieren", erklärte Angerschmid. Selbst wenn der 40-Jährige mit Ried die letzten drei Matches gewinnen sollte und sich sein Kontrakt dadurch automatisch verlängert, ist der Abschied laut dem früheren Profi unvermeidlich.

Sein Admira-Kollege Walter Knaller glaubt, dass die Rieder für ihren Noch-Trainer spielen werden. "Sie werden versuchen, Emotionen zuzuschalten. Das ist wahrscheinlich auch von Manager Reiter so bezweckt, der ist ein alter Fuchs", erklärte Knaller.

Neustadt - Grödig

Dennis Mimm im Neustadt-Dress
© GEPA pictures/Hans Osterauer Mimm und Co. wollen Klassenerhalt fixieren

Im Saisonfinish hat der Abstiegskampf wieder an Spannung gewonnen. Der lange Zeit in einer Tabellen-Komfortzone liegende SC Wiener Neustadt hat drei Runden vor Schluss plötzlich nur noch sechs Punkte Vorsprung auf Wacker Innsbruck. Vor einem Schicksal wie jenes von Mattersburg im Vorjahr hat man bei den Niederösterreichern aber vor dem Heimspiel gegen Grödig keine Angst.

Schon ein Punktgewinn am Samstag könnte den Gastgebern zum Klassenerhalt reichen, wenn die Tiroler gleichzeitig gegen die Austria eine Heimniederlage kassieren. "Wir haben jetzt die Chance, das nachzuholen, was wir vor einer Woche in Innsbruck verabsäumt haben", erklärte Trainer Heimo Pfeifenberger, dessen Truppe in den vergangenen sieben Partien nur einen Punkt ergatterte.

Der 47-Jährige rechnet mit einem topmotivierten Gegner, obwohl der Aufsteiger nur noch geringe Europacup-Chancen hat. "Die Luft ist bei ihnen sicher nicht draußen, sonst wären sie keine Profis." Diese Ansicht wurde von Grödig-Coach Adi Hütter bestätigt. "Wir fahren nach Wiener Neustadt, um zu gewinnen", betonte der Vorarlberger, der eine Europacup-Teilnahme noch nicht abgeschrieben hat. "Wenn wir dreimal gewinnen, ist der dritte Platz möglich."

Wacker - Austria

Wacker-Innsbruck-Spieler klatschen
© GEPA pictures/ Amir Beganovic Wacker will dem Abstieg noch entrinnen

Die Zeit des Rechnens ist für Wacker Innsbruck vorbei. Im Kampf um den Klassenerhalt benötigen die Tiroler am Samstag daheim gegen die Austria unbedingt einen Sieg. Am Selbstvertrauen sollte es nicht scheitern, schließlich schöpften die Innsbrucker zuletzt mit zwei Siegen in Folge wieder Zuversicht. "Mit Coolness und Cleverness ist die Austria zu packen", erklärte Streiter und betonte, sein Team müsse wieder die Stärken der vergangenen zwei Wochen an den Tag legen. "Das heißt, nicht hektisch werden und sich nicht von vergebenen Chancen verrückt machen lassen."

Nicht nur für die Tiroler steht am Samstag einiges auf dem Spiel - die Austria kämpft im Tivoli-Stadion um die Absicherung des Europacup-Platzes. Mit einem Sieg könnte dieses Ziel erreicht werden, sofern die Grödiger gleichzeitig nicht in Wiener Neustadt gewinnen. "Wir wollen in diesem Spiel drei Punkte holen, alles andere wird sich weisen", sagte Coach Herbert Gager.

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