Bundesheersoldat begeht Selbstmord: 20-Jähriger erschoss sich mit dem Sturmgewehr

Rekrut mit Kameraden in Heeresfahrzeug unterwegs Landespolizeikommando Burgenland ermittelt nun

Im Südburgenland hat ein Bundesheersoldat aus Vorarlberg im Assistenzeinsatz mit seiner Dienstwaffe Selbstmord begangen. Zu dem Zwischenfall kam es nach Angaben des Militärkommandos Burgenland während einer Patrouillenfahrt im Raum Weichselbaum bei Jennersdorf.

Der Rekrut war gemeinsam mit seinen Kameraden in einem Heeresfahrzeug unterwegs. Während der Fahrt habe er um einen kurzen Zwischenstopp gebeten und das Fahrzeug verlassen. Wenig später hörten die beim Wagen zurückgebliebenen Soldaten einen Schuss. Als sie nachschauten, fanden sie ihren Kameraden. Für den 20-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Der Vorarlberger war Angehöriger des Jägerbataillons 23 aus Bludesch und wohnte in Feldkirch. Er war seit dem 6. Mai im Burgenland im Assistenzeinsatz.

Ermittlungen aufgenommen
Das Landespolizeikommando Burgenland hat Ermittlungen aufgenommen. Auch das Bundesheer hat eine Untersuchungskommission eingesetzt. Die Eltern des 20-Jährigen wurden bereits verständigt. Über die Beweggründe für die Tat war vorerst nichts bekannt.

Der Assistenzeinsatz des Bundesheeres wird seit dem Beitritt der Nachbarländer zum Schengenabkommen am 21. Dezember des Vorjahres nicht mehr unmittelbar an der Staatsgrenze, sondern im Landesinneren durchgeführt. Dabei sind die Soldaten in Trupps zu Fuß oder mit Fahrzeugen unterwegs und patrouillieren in den Gemeinden.

(apa/red)