Fakten von

Problemkind Eurofighter

Neue "Fertigungsmängel" aufgetaucht. Flugbetrieb laut Heer nicht beeinträchtigt.

EADS-Eurofighter startet von Ladnebahn © Bild: Reuters/DENIS BALIBOUSE

Mit dem Kampfflugzeug Eurofighter gibt es einem deutschen Zeitungsbericht zufolge neue Probleme. In Österreich bleibt man gelassen: Laut Bundesheer führt das zu keiner Beeinträchtigung des Flugbetriebs. Bei den Eurofightern wurden bereits im Vorjahr Schwachstellen bei Bohrlöchern am Rumpf des Flugzeugs festgestellt.

Das deutsche Verteidigungsministerium habe am Montag den Bundestag über einen "Fertigungsmangel" im "Bereich der Verbindung zwischen dem Seitenleitwerk und Rumpf" informiert, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" auf ihrer Internetseite. Dort seien Bohrungen mangelhaft ausgeführt worden.

Eine "Schädigung der Struktur des Luftfahrzeuges" könne nicht ausgeschlossen werden, heißt es im Schreiben des Ministeriums, das der "SZ" vorlag.

Bundesheer gelassen

Seitens des österreichischen Bundesheeres heißt es, dass ähnliche Schwachstellen bereits im Herbst vorigen Jahres bei Routineuntersuchungen erkannt wurden. Wie die Bundeswehr will aber auch das Bundesheer den Flugbetrieb unverändert durchführen.

In einer technischen Anweisung der Erzeugerfirma seien die Auswirkungen dieser Schwachstelle beschrieben worden. Im routinemäßigen Wartungsprogramm der Eurofighter wird künftig auch die "Sichtkontrolle" der Bohrlöcher vorgenommen. Es wurde bekräftigt, dass die festgestellten Schwachstellen bei den Bohrlöchern am Rumpf keinen Einfluss auf Flugbetrieb und Lebensdauer des Flugzeuges haben.

News-Nachlese: Ein gräfliches Gegengeschäft mit dem Eurofighter.

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