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Neue Zivildienst-Variante

Sozialminister Hundstorfer kann sich eine Vermittlung über das AMS vorstellen

Sozialminister Rudolf Hundstorfer in einer Sitzung des Nationalrats © Bild: APA/Roland Schlager

Die SPÖ denkt daran, im Falle eines - von ihr angestrebten - Endes der Wehrpflicht und dem damit einhergehenden Aus für den Zivildienst, die fehlenden Jobs im Sozialbereich über das AMS vermitteln zu lassen. "Eine Variante ist, dass diese neuen Jobs auch vom Arbeitsmarktservice angeboten werden, im Rahmen der üblichen Vermittlungstätigkeit", erklärt Sozialminister Rudolf Hundstorfer in einem Zeitungsinterview.

Das Modell des Ressortchefs sieht ja vor, dass die im Falle eines Endes des Zivildienst wegfallenden Jobs durch ein "freiwilliges Sozialjahr" kompensiert werden. Nach den Berechnungen des Sozialministeriums sind für diese Arbeiten 6.500 Arbeitsplätze notwendig, schreibt der "Kurier". "Das werden reguläre Jobs mit regulärer Bezahlung sein. Der Unterschied ist, dass das Arbeitsverhältnis auf ein Jahr befristet ist", so Hundstorfer.

Zwingen könne man natürlich niemanden zu einem freiwilligen Sozialjahr, aber: "Man kann Arbeitslose auf das Sozialjahr hinweisen, sie informieren und es anbieten", so der Minister. Schon länger bekannt ist das geplante Gehalt; dieses soll 1.300 Euro im Monat betragen - ob nun zwölfmal oder doch 14 mal pro Jahr ist offen - laut "Presse" ist aber derzeit letzteres im Gespräch.

Modell soll bis Herbst fertig sein

Hundstorfer will sein Modell für einen Ersatz des Zivildienstes im Falle eines Endes der Wehrpflicht Ende September, Anfang Oktober fertig haben. Das erklärte der Ressortchef vor dem Ministerrat. Die Frage, ob das "freiwillige Sozialjahr" mit zwölf oder 14 Monatsgehältern abgegolten werden solle, ist noch offen.

An dieser Frage werde das Modell aber nicht scheitern, so Hundstorfer. Zu seinem Vorschlag, dass auch das AMS diese Jobs vermitteln soll, betonte er, dass hier selbstverständlich "überhaupt nicht" Druck auf Arbeitslose ausgeübt werden soll, diese Stellen anzunehmen. Es gehe hier rein um eine Vermittlungstätigkeit des Arbeitsmarktservices. Am Donnerstag dieser Woche ist im Sozialministerium ein erstes Treffen mit den Trägerorganisationen angesetzt.

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