Bundesheer rüstet alte Hubschrauber auf:
'Agusta Bell' für weitere 25 Jahre im Einsatz

Helikopterflotte für 63 Millionen Euro modernisiert Minister Darabos bei Open-Air-Pressekonferenz

Bundesheer rüstet alte Hubschrauber auf:
'Agusta Bell' für weitere 25 Jahre im Einsatz © Bild: APA/Hochmuth

Das Bundesheer rüstet trotz Sparbudget seine Hubschrauberflotte auf. Verteidigungsminister Norbert Darabos kündigte in einer Open-Air-Pressekonferenz in der Maria Theresien-Kaserne den Start des schon lange geplanten Midlife-Upgrades der Hubschrauber "Agusta Bell 212" an. Diese Modernisierung wird 63 Mio. Euro kosten und die Hubschrauber für weitere 25 Jahre einsatzfähig machen - das entspricht etwa 100.000 Flugstunden.

Das Upgrade umfasst eine Erneuerung der elektronischen Geräte an Bord und der Nachtsicht- und Selbstschutzfähigkeit. Die Transport-Helikopter werden für Katastropheneinsätze sowie für Hilfseinsätze im Ausland verwendet. Darabos sprach von der größten Investition seiner Amtszeit. Das Verteidigungsministerium investiere trotz der "schmerzlichen" Konsolidierung in die Truppe. "Wir sparen intelligent", so Darabos. Dass die alten Hubschrauber aufgerüstet werden und keine neuen gekauft werden, begründete er damit, dass ein Neukauf 400 Mio. Euro gekostet hätte, die Leistungsfähigkeit aber gleich wäre.

Die Modernisierung wird im Juni 2010 beginnen und innerhalb von vier Jahren abgeschlossen sein. Dabei werden maximal sechs Hubschrauber gleichzeitig bei der Firma Agusta nahe bei Rom sein, so dass die Flottenfähigkeit weiterhin verfügbar bleibt. Mit der italienischen Firma Agusta wurde ein Gegengeschäftsvolumen von 50 Prozent des Vertragswertes auf zehn Jahre vereinbart.

Die Hubschrauberflotte AB212 besteht aus 23 Hubschraubern und 50 Piloten. Sie ist in Linz/Hörsching stationiert. Bisher wurden insgesamt 115.000 Flugstunden absolviert.

(apa/red)

Kommentare

Hurra jetzt ist alles alt! Alt sind die Eurofighter, alt sind die Panzer, und alt sind die Hubschrauber. Und wenn ich mir die Generäle so anschaue und insbesondere den Zivilmilitärminister Darabos, dann schauen die auch alle ziemlich alt aus!

63 Millionen Euro? Wir habens ja;) Hoffentlich erneuern wir bald den Posten vom Darabos,
weil der ist ja eine Zumutung und absolut nicht qualifiziert
für seinen Job! Eine Frechheit was wir für Aufgaben in
Österreich durch Freundlwirtschaft "verschenken".


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