Bundesheer-Affäre in Oberösterreich: Kommission sieht einige Vorwürfe bestätigt

Anonymer Absender berichtet von Hausdurchsuchung PLUS: So werden Rekruten beim Heer tyrannisiert!

Die Beschwerdekommission sieht einige Vorwürfe, die gegen die Bundesheerkaserne Hörsching erhoben wurden, bestätigt. In einem anonymen E-Mail, das wieder den Absender "Rekrut Müller" trägt, tauchen neue Anschuldigungen gegen die oberösterreichische Kaserne auf.

Rekruten und Kadersoldaten mit dem Familiennamen Müller seien peinlichst befragt worden, so der Absender. "Einzig ich allein weiß, wer's ist", heißt es in dem E-Mail. Eine "Hausdurchsuchung" sei angeordnet worden, bei der Kanzleien und Computer untersucht worden seien. Zudem soll es in einem benachbarten Tanzlokal zu einer Patrouille mit einem Hund gekommen sein, um die dort anwesenden Soldaten einzuschüchtern.

Untersuchungen bestätigen Vorwürfe
"Wir nehmen das ernst", erklärte die Pressestelle des Verteidigungsministeriums auf Anfrage der APA. Ermittlungen würden laufen, es gelte jedoch bis auf weiteres die Unschuldsvermutung. Einiges aus den "anonymen Sachverhaltsdarstellungen" der vergangenen Woche habe sich im Zuge der Untersuchungen und Befragungen in Hörsching bestätigt, berichtete der Vorsitzende der Bundesheer-Beschwerdekommission, SPÖ-Nationalratsabgeordneter Anton Gaal. Am 31. Mai werde das Gremium Konsequenzen aus der Causa beschließen und Verteidigungsminister Günther Platter (V) informieren.

In den ersten Vorwürfen gegen Hörschinger Offiziere geht es um Körperverletzung, Schikanen und Personal-Defizite im Ausbildungs-Betrieb. Danach veröffentlichte das Verteidigungsministerium die Ergebnisse seiner Untersuchung und bestätigte offiziell die von der APA bereits berichteten zum Teil inoffiziellen Antworten auf die anonym erhobenen Vorwürfe. (apa/red)