Bundesadler mit Daumen nach oben: FPÖ setzt Wappentier und recycelte Slogans ein

FPÖ mit alten Sprüchen und Kandidat H.C. Strache Nur Anti-Islam-Parolen fehlen bei erster Plakatwelle

Bundesadler mit Daumen nach oben: FPÖ setzt Wappentier und recycelte Slogans ein © Bild: apa/Schlager

Die FPÖ setzt bei ihrer ersten Wahlkampagne auf Altes und Altbewährtes. Die Hauptthemen bleiben EU, Ausländer und Soziales sowie der aus dem Jahr 1994 bekannte Spruch "Sie sind gegen ihn. Weil er für euch ist".

Auch sprachlich verharrt die FPÖ in der alten Rechtschreibung. Auf den Plakaten heißt es: "Asylbetrug heisst Heimatflug", "Soziale Sicherheit für unsere Leut'" und "Einkommen zum Auskommen". In einer ersten Tranche werden die Blauen 3.000 Groß- und 60.000 Kleinplakate kleben, erklärten Generalsekretär Herbert Kickl und Bundesgeschäftsführer Hans Weixelbaum bei der Präsentation der ersten Kampagne.

Im Gegensatz zur ÖVP verzichtet die FPÖ dabei nicht auf ihren Spitzenkandidaten. Neben Parteichef Heinz-Christian Strache spielt auch der Bundesadler eine Rolle. Der Vogel zeigt auf allen Plakaten den Daumen nach oben.

Recycling alter Sprüche
Kickl schloss nicht aus, dass im weiteren Verlauf des Wahlkampfs auch andere Sprüche recycelt werden. Auf die Frage, ob man mit der alten Ansage "Sie sind gegen ihn. Weil er für euch ist" Strache als den neuen Jörg Haider inszenieren wolle, meinte er, man habe der Spruch genommen "weil er gut ist". Verzichten wurde bei der ersten Plakatwelle auf Anti-Islam-Parolen. Kickl meint dazu, das Thema sei schon von der FPÖ besetzt, und die Menschen wüssten das auch.

Bereits aus dem letzten Wahlkampf bekannt sind auch Kleingeschenke wie der gelbe HC-Bär, Feuerzeuge und Kugelschreiber. Die kosten für den Wahlkampf bezifferte Weixelbaum mit 2,5 bis 3 Mio. Euro. Nur Spott hatte Kickl für die Plakate der Großparteien übrig. Jenes der SPÖ erinnere an ein Begräbnis und die ÖVP liste die "eigenen Versäumnisse" auf.

(apa/red)