Bullen haben Teller fast sicher: Salzburg nach 2:0-Heimsieg über Ried vor Meistertitel

Beherzte Innviertler auf Kunstrasen ohne Chance Heimmacht: Mozartstädter im 15. Spiel ungeschlagen

Bullen haben Teller fast sicher: Salzburg nach 2:0-Heimsieg über Ried vor Meistertitel

Der überlegene Tabellenführer Red Bull Salzburg ist der vorzeitigen Fixierung des Meistertitels einen großen Schritt näher gerückt. Nach dem 2:0-(1:0)-Erfolg gegen die SV Ried vor 13.500 Zuschauern wäre den Salzburgern wohl schon bei einem Sieg am Samstag in Altach Platz eins auf Grund des um mehr als 40 Treffern besseren Torverhältnisses gegenüber dem 18 Punkte zurückliegenden Verfolger Mattersburg nicht mehr zu nehmen.

Die zuletzt bei Sturm Graz glücklich mit 2:0 siegreich gebliebenen Salzburger setzten mit dem vollen Erfolg auch zwei beeindruckende Serien fort: Einerseits blieb die Trapattoni/Matthäus-Elf auch im 15. Bundesliga-Heimspiel der Saison ungeschlagen und feierte dabei schon den zwölften Sieg. Andererseits haben die "Bullen" jetzt schon 39 Pflichtspiele in Serie jeweils zumindest ein Tor erzielt.

Gastgeber von Beginn an überlegen
Die Gastgeber waren von Beginn an feldüberlegen, schnürten die Oberösterreicher in deren eigener Hälfte ein und kamen auch zu Chancen. Zuerst lenkte der aufgerückte Dudic einen gefährlichen Jezek-Freistoß aus kurzer Distanz über das Tor (15.). Sieben Minuten später köpfelte der kopfballstarke Aufhauser nach einer Vonlanthen-Maßflanke an die Stange. Die zum dritten Mal hintereinander in der Stammelf stehende Solospitze Lokvenc brachte den Tabellenführer nach einer Idealflanke von Kovac mit Saisontor Nummer vier schließlich völlig verdient in Führung (34.).

Bei den in der ersten Hälfte ohne Torchance gebliebenen Riedern war der Ausfall des grippekranken Herwig Drechsel nicht zu übersehen. Nach dem Seitenwechsel gaben die Oberösterreicher aber doch ein Lebenszeichen von sich: Ein Damjanovic-Gewaltschuss aus 22 Metern landete an der Querlatte (47.), zusätzlich scheiterte der Ried-Stürmer mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an Goalie Ochs (56.).

Jezek stark
Gefährlicher waren in der Folge aber wieder die Salzburger. Patrik Jezek, der zuvor (53./58.) zwei Riesenchancen ausgelassen hatte, sorgte in der 62. Minute mit dem 2:0 für die Vorentscheidung. Der in der zweiten Hälfte überragende Tscheche tanzte sowohl Jank als auch Glasner aus und ließ Berger im Abschluss keine Chance. Damit hat die "Tschechen-Connection" der Salzburger (Jezek, Lokvenc, Pitak) alle sieben Treffer in den vergangenen drei Spielen erzielt und mit einer Ausnahme auch alle Assists gegeben.

Die seit dem 24. August 2002 in Salzburg sieglosen Rieder setzten sich zwar nach dem Seitenwechsel besser zur Wehr, schlossen im Endeffekt aber nie an die Leistung beim 1:1-Remis im Herbst-Duell an und verloren zum dritten Mal in Serie in der Fremde. Den Oberösterreichern gelang damit im vierten Spiel ohne Drechsel erneut kein Tor.

Red Bull Salzburg - SV Josko Ried 2:0 (1:0)
Wals-Siezenheim, 13.500, SR Steindl

Tore: 1:0 (34.) Lokvenc
2:0 (62.) Jezek

Salzburg: Ochs - Steinhöfer, R. Meyer, Miyamoto, Dudic - Vonlanthen (79. Pitak), Carboni, N. Kovac, Jezek - Aufhauser - Lokvenc

Ried: H.P. Berger - Brenner, Glasner, C. Jank, Rzasa - Hackmair (70. Seo), Kovacevic, Martinez (90. T. Eder), Pichorner - Damjanovic, Salihi (63. Sulimani)

Gelbe-Karten: Keine

(apa/red)