Fakten von

Bulgarien nahm 23 Zöllner fest - Schmiergeld angenommen

Mit Spediteuren unter einer Decke

Wegen Korruptionsverdachts sind am wichtigsten Grenzübergang von Bulgarien nach Griechenland 23 Zöllner festgenommen worden. Das teilte das bulgarische Innenministerium am Mittwoch in Sofia nach einer Polizeirazzia mit. Den Zöllnern am Grenzübergang Kulata wird vorgeworfen, zusammen mit Spediteuren Korruptionsvereinbarungen getroffen zu haben.

Dabei wurde überladenen Lastwagen gegen Zahlung von Schmiergeld von mindestens 100 Lewa (gut 50 Euro) die Weiterfahrt ermöglicht. Auch Lastwagen ohne Vignetten für bezahlte Mautgebühren konnten problemlos Bulgarien verlassen. Die Korruption an dem Grenzpunkt ist bis März 2015 nach Angaben der Ermittler mit Beweisen belegt. Durch den Grenzpunkt Kulata-Promachon verläuft die Europastraße 79.

An bulgarischen Grenzübergängen zur Türkei und zu Rumänien waren bereits 2016 Dutzende Zöllner festgenommen worden. Ihnen wurde ebenso vorgeworfen, Schmiergeld verlangt und angenommen zu haben sowie einer kriminellen Gruppe anzugehören.

Kommentare