Buchkritik: "The Villas of Le Corbusier and Pierre Jeanneret" im sehr stillen Mittelpunkt

Die Entwurfsprozesse hinter den Ikonen der Moderne Statische Bilder bilden den Eingang in eine stille Welt

Buchkritik: "The Villas of Le Corbusier and Pierre Jeanneret" im sehr stillen Mittelpunkt © Bild: Birkhäuser Verlag

Die in den zwanziger Jahren in und um Paris entstandenen Villen, unter ihnen Klassiker der Moderne wie die Villa La Roche-Jeanneret im Pariser Stadtteil Auteuil, die Villa Steinde Monzie in Garches und die Villa Savoye in Poissy, wurden mit ihrer radikalen architektonischen Neuorientierung zu zentralen Bezugspunkten für alle folgenden Architektengenerationen, bis in die Gegenwart.

Fernab jeder Heldenverehrung zeigt das Buch die Entwurfsprozesse hinter diesen Ikonen der Moderne, von der ersten Idee bis zum Bezug der Häuser, und beleuchtet die alltäglichen Arbeitsschritte und -beziehungen. Es misst das Ideal der neuen Architektur an der gebauten Wirklichkeit und erlaubt es, den Architekten Le Corbusier hinter dem Mythos neu zu entdecken.

news.at meint:
Dieses intensiv gestaltete Buch liegt mehr als nur chic am Designer-Couchtisch, es vermittelt eine tiefe Liebe zur kunstvollen Architektur von Le Corbusier und Pierre Jeanneret. Skizzen ihrer Villen legen ebenso Zeugnis des Schaffens ab wie unangenehm statische Bilder aus dem Inneren der Gebäude. Sie vermitteln unendliche Stille und entführen den Leser somit in eine Welt, in der gerade Linien, klare Strukturen und ein absolutes Negieren jedweder Schnörkel das höchste Gebot darstellt. Je länger der Leser sich in dieser Welt aufhält, umso mehr an faszinierenden Eindrücken und Informationen nimmt er mit bei der Rückkehr in seine Welt. Der attraktive Bildband ist nur in Englisch erhältlich.

Benton, Tim: The Villas of Le Corbusier and Pierre Jeanneret 1920-1930. Revised and expended edition. Birkhäuser Verlag: Paris 2007

www.birkhauser.ch

(red)