Bubble Tea von

Kultgetränk giftig?

Soll das Krebsrisiko erhöhen und Allergien auslösen

Bubble Tea - Kultgetränk giftig? © Bild: Thinkstock

Wissenschaftler der technischen Hochschule Aachen haben den vor allem bei Jugendlichen beliebten Bubble Tea untersucht und giftige Chemikalien gefunden. Diese stehen im Verdacht Allergien und möglicherweise sogar Krebs auszulösen. Auch in Österreich wurde bereits mehrmals Kritik an Kultgetränk aus Asien laut. Ernährungswissenschaftler halten das Getränk nicht nur für extrem ungesund, sondern es besteht auch Erstickungsgefahr.

Die Forscher hatten neun Sorten aus der Filiale einer deutschlandweiten Bubble-Tea-Ladenkette in Mönchengladbach unter die Lupe genommen. In allen Sorten fanden sie giftige Substanzen. In den Aromakugeln des Tees seien unter anderem Styrol, Acetophenon und bromierte Substanzen in nicht geringer Konzentration entdeckt worden. Die Stoffe sollen bei unsauberer Herstellung von Aromastoffen entstehen. Die Kugeln stammten von einem Großhersteller aus Taiwan.

Auf die in Lebensmitteln verbotenen Stoffe waren die Forscher bei einem Gerätetest des Mönchengladbacher Herstellers Leco gestoßen. Bisher seien dabei vor allem Kosmetikartikel auf Allergene untersucht, nun erstmals ein Lebensmittel analysiert worden. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach prüft, ob ein Anfangsverdacht einer Straftat vorliegt. Grenzwerte für die Stoffe gibt es nicht, da ihr Einsatz in Lebensmitteln generell verboten ist.

Getränk nicht harmlos?
Aber auch abseits dieses Falls ist das Getränk längst nicht so harmlos, wie es aussieht. Zwar ist Bubble Tea in aller Munde, kaum aber hat das asiatische Kultgetränk Österreich erobert, warnen auch schon die Kritiker davor. Zu süß, zu gehaltvoll und die enthaltenen bunten Kügelchen können eine Erstickungsgefahr darstellen.

Aber vor allem Kleinkinder sollten von dem Getränk die Finger lassen. "Geraten die Kügelchen über die Luftröhre in die Lunge, können sie zu einer Lungenentzündung oder sogar zu einem Lungenkollaps führen", erklärt Verbandspräsident Wolfram Hartmann. Die Ärzte forderten Warnhinweise auf den Trinkbechern und Verpackungen.

Bei der europaweiten Studie HELENA (Healthy Lifestyle in Europe by Nutrition in Adolescence), bei der die Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten von Jugendlichen u.a. in Österreich untersucht wurden, kamen nämlich besorgniserregende Zahlen zutage. Die Teenager sind übergewichtig, essen zu viel Süßes und trinken zu viel Alkohol. Dagegen kömmen Gemüse und Obst eher selten auf den Speiseplan, fasste Widhalm die Daten zusammen. Besonders bedenklich: Ein bis mehrmals täglich konsumieren 27,6 Prozent der österreichischen Jugendlichen Softdrinks (EU-weit sind es 17 Prozent).

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