Brutaler Überfall von

Pflegerin gefesselt

NÖ: Frau mit Waffe bedroht und geknebelt - Duo mit Standtresor entkommen

Brutaler Überfall - Pflegerin gefesselt © Bild: APA/Hochmuth

Brutaler nächtlicher Überfall in Laxenburg (Bezirk Mödling): Eine slowakische Pflegerin (33), die eine bettlägerige und nicht ansprechbare Frau (80) betreut, wurde in einem Einfamilienhaus in der Natterergasse mit einer Faustfeuerwaffe bedroht, an einen Sessel gefesselt und geknebelt. Zwei Täter sollen am Werk gewesen sein, teilte Alfred Schüller vom Landeskriminalamt (LKA) mit. Das Duo erbeutete einen Standtresor und entkam.

Der Überfall hatte sich gegen 1.30 Uhr ereignet, so der Kriminalist. Die Pflegerin war im ersten Stock des Hauses im Schlaf überrascht worden. Nachdem die Täter die 33-Jährige ins Badezimmer geschleppt und mit Klebebändern gefesselt und geknebelt hatten, durchsuchten sie das Haus. Zum Inhalt des kleinen Standtresors, den das Duo letztlich mitnahm, konnte Schüller vorerst keine Angaben machen.

Der Slowakin gelang es später, sich zu befreien und Nachbarn zu verständigen, die wiederum die Polizei alarmierten. Die 33-Jährige wurde durch die Fesselung verletzt. Sie musste im Landesklinikum Mödling ambulant behandelt werden. Die Pflegerin sei nach dem Überfall außerdem "schwer traumatisiert", so Schüller.

Durch Kellertür aufgebrochen
Den Ermittlungen zufolge hatten die Täter die Kellertür aufgebrochen, um in das Haus zu gelangen. Es habe den Anschein, dass das Objekt "gezielt aufgesucht" worden sei, sagte der Kriminalist. Die 80 Jahre alte Frau, die von dem Überfall nichts mitbekommen habe, benötige seit etwa einem Jahr 24-Stunden-Pflege.

Von den dunkel bekleideten Tätern gibt es nur eher vage Personenbeschreibungen. Ein 1,70 bis 1,80 Meter großer Mann soll sehr dünn sein. Er hatte eine Faustfeuerwaffe bei sich und sprach laut der Pflegerin kein Wort. Sein Komplize wird als 1,60 bis 1,65 Meter groß und von stärkerer Figur beschrieben. Das Opfer vermeine, dass dieser Täter polnisch gesprochen habe, so Schüller. Das Duo war unmaskiert und verließ das Haus auch wieder durch die Kellertür.

Noch keine Spuren
Die Tatortgruppe ist noch auf Spurensuche. Darüber hinaus liefen Befragungen bei Nachbarn hinsichtlich eventueller Wahrnehmungen, z.B. auf ein Auto, sagte Schüller. Hinweise sind auch an den Journaldienst des Landeskriminalamtes unter der Telefonnummer 059133/30-3333 erbeten.