Brutale "Fett-Mörder" waren nur erfunden: Lüge zum Schutz von kriminellen Polizisten?

Leiter der Kriminalpolizei wurde jetzt entlassen Peru: Bande soll Menschefett teuer verkauft haben

Brutale "Fett-Mörder" waren nur erfunden: Lüge zum Schutz von kriminellen Polizisten?

"Wir waren von der Ankunft der Polizei aus Lima überrascht, weil sie gar nicht angekündigt war und wir über den Fall auch nicht informiert worden waren", zitierte die Zeitung einen Polizisten. "Dass in der Region eine Bande von "Pishtacos" (mythische Gestalt aus den Anden, die ihren Opfern das Fett raubt) aktiv sein sollte, hat uns völlig verwundert, weil wir wissen, dass das nicht stimmt", sagte der Beamte.

Die haarsträubende Geschichte um angebliche "Fett-Mörder" hat jetzt den Urheber der offensichtlich falschen Angaben den Posten gekostet. Der Leiter der Kriminalpolizei, Polizeigeneral Eusebio Felix, wurde entlassen. Zugleich ordnete der oberste Polizeichef, General Miguel Hidalgo, eine Untersuchung an, warum Felix die falschen Angaben in Umlauf brachte.

Sogar Perus Innenminister Octavio Salazar hatte den von Felix erhobenen Verdacht gegen die angeblichen Fett-Mörder vor elf Tagen zunächst noch ausdrücklich bekräftigt. Demnach habe die Bande jahrelang Menschen geköpft, um deren Fett für umgerechnet etwa 10.000 Euro je Liter an Kosmetikfirmen zu verkaufen. Allerdings wird Menschenfett, soweit bekannt, nicht in Kosmetikartikeln verwendet und stünde zum Beispiel auch aus Schönheitskliniken zur Verfügung.

(apa/red)