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Brustkrebs: Sind Sie gefährdet?

Anti-Baby-Pille, familiäre Vorbelastung ... die Risikofaktoren im Überblick

Nackte Frau legt den Arm über ihre Brüste © Bild: Corbis

Brustkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in der westlichen Gesellschaft. In Europa ist jede achte Frau im Laufe ihres Lebens betroffen. Viele der Risikofaktoren liegen nicht in unserer Hand. Auf andere aber können wir sehr wohl Einfluss nehmen. Wir zeigen Ihnen die Risikofaktoren im Überblick.

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Anti-Baby-Pille

Auch wenn die Pille die beliebteste Verhütungsmethode ist - sie erhöht nachweislich das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Die gute Nachricht: Das gilt angeblich nur für die Dauer der Einnahme. Nach Absetzen der Pille ist wieder alles wie zuvor.

Späte Schwangerschaft

Nach dem 35. Lebensjahr das erste Kind zu bekommen, wirkt sich negativ auf die Brustgesundheit aus. Auch die Anzahl der Kinder ist von Bedeutung. Frauen mit zwei Kindern erkranken seltener als Frauen mit nur einem oder gar keinem Kind.

Familiäre Vorbelastung

Gibt es in der Familie bereits mehrere Fälle von Brust- oder Eierstockkrebs, kann eine erbliche Vorbelastung bestehen. Zwar kann die Gefahr nicht komplett eliminiert, durch eine gesunde Lebensführung und rechtzeitige Vorsorgeuntersuchungen aber immerhin gesenkt werden.

Körpergröße

Wogegen wir hingegen gar nichts unternehmen können, ist unsere Körpergröße. Frauen mit einer Körpergröße von über 1,74 Meter sind häufiger betroffen. Das könnte damit zusammenhängen, dass sie in der Jugend schneller gewachsen sind und mehr Körperzellen besitzen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich in einer davon Krebs entwickelt.

Hohes Geburtsgewicht

Mädchen, die zum Zeitpunkt ihrer Geburt mehr als 3,8 Kilo wogen, haben ein größeres Risiko, später an Brustkrebs zu erkranken. Forscher rätseln noch, warum dem so ist.

Menstruation

Startet die Periode vor dem 15. Lebensjahr oder endet sie spät, produziert der Körper über eine längere Zeit hinweg Östrogen. Das erhöht das Brustkrebsrisiko.

Hormone während der Menopause

Schließlich begünstigt auch die Einnahme von Hormonen während den Wechseljahre das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Genussmittel

Entgegen vieler Annahmen dürften Zigaretten keine Auswirkung auf das Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. Anders beim Alkohol. Wer häufig trinkt, bringt seinen Hormonspiegel durcheinander, was wiederum das Risiko erhöht, an Brustkrebs zu erkranken.

Weiterführender Link:
MedizinMediathek: www.vielgesundheit.at
Behördliche Informationen und Formulare: www.help.gv.at/