Fakten von

Die Opfer von Brüssel

Nach und nach werden die Namen der Toten der Anschläge bekannt

Trauer in Belgien © Bild: Reuters/Christian Hartmann

Mindestens 31 Todesopfer haben die Anschläge von Brüssel gefordert. Wer die Toten sind, wird erst nach und nach bekannt. Von offizieller Seite werden die Namen erst veröffentlicht, wenn die Opfer eindeutig identifiziert werden konnten.

Für Familien und Freunde der Vermissten ist das Warten auf Bestätigung oder Entwarnung eine Qual. In einer extra gegründeten Facebook-Gruppe wird versucht, Informationen über den Verbleib der vermissten Personen zu bündeln. Doch von offizieller Seite können die Namen erst dann veröffentlicht werden, wenn die Leichen eindeutig identifiziert wurden. Ein langwieriger Prozess, da die Körper vieler Opfer durch die Explosion schwer entstellt sind und man jeglichen Fehler in dieser heiklen Situation umgehen möchte.

Die Toten und Verletzten der Angriffe kommen aus 40 verschiedenen Ländern. Eines der ersten identifizierten Opfer war der 20-jährige Student Léopold Hecht. Der Belgier besuchte die Saint-Louis Universität und studierte dort Jus. Er starb bei der Explosion in der Metrostation Maelbeek.

Ein weiteres Opfer ist der Belgier Olivier Delespesse. Er kam ebenfalls bei dem Metro-Anschlag ums Leben. Sein Arbeitgeber, das Ministerium für Erziehung, beschreibt Delespesse als "unglaublichen, glücklichen, netten, hilfsbereiten und sehr freundlichen" Menschen. "Sein Tod ist tief schockierend und ungerecht", ist in dem offiziellen Statement weiters zu lesen.

Auch eine Peruanerin wurde zum Opfer der Attentäter. Marina Tapia Ruiz befand sich am Flughafen, als die Explosionen stattfanden. Die 36-Jährige wollte mit ihrem Ehemann und ihren drei Jahre alten Zwillingstöchtern nach New York reisen, um dort ihre Schwester zu besuchen.

Auf Facebook und Twitter werden unterdessen laufend Bilder von vermissten Personen, zu denen man seit den Attentaten keinen Kontakt mehr aufnehmen konnte, gepostet. Unter ihnen etwa das Geschwisterpaar Alexander und Sascha Pinczowski, die am Dienstag vor den Anschlägen in Brüssel gelandet waren und seither als vermisst gelten.

Auch das amerikanische Ehepaar Stephanie und Justin Shults, das beruflich in Brüssel lebt, befand sich zum Zeitpunkt der Anschläge am Flughafen und ist bisher laut der Familie nicht mehr auffindbar.


WEITERE AKTUELLE EREIGNISSE


Türkei wies Attentäter El Bakraoui in Niederlande aus

Einer der Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen, Ibrahim El Bakraoui, ist von der Türkei am 14. Juli 2015 in die Niederlande ausgewiesen worden. Die türkischen Behörden hätten ihn gemeinsam mit einem nicht genannten Deutschen in ein Flugzeug von Istanbul nach Amsterdam gesetzt, teilte der niederländische Justizminister Ard van der Steur am Donnerstagabend in einem Brief an das Parlament in Den Haag mit.

El Bakraoui hatte nach Angaben des Justizministers keinerlei Bezug zu den Niederlanden. Zu dem Zeitpunkt sei El Bakraoui auch nicht in den Datenbanken der niederländischen und internationalen Ermittler registriert gewesen. Es habe daher keinerlei Grund gegeben, ihn festzunehmen.

El Bakraoui war 2010 in Belgien zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden und vorzeitig freigekommen - offenbar trotz negativer Beurteilung der Gefängnisdirektion. Hätte er seine Strafe vollständig absitzen müssen, wäre er heute noch in Haft. Stattdessen wurde er im Juni 2015 an der türkisch-syrischen Grenze aufgegriffen und danach ausgewiesen.

Die Türkei will die belgischen Behörden vor dem späteren Attentäter gewarnt haben. Doch trotz des Hinweises im Juli 2015, dass der Mann ein "ausländischer terroristischer Kämpfer" sei, hätten die belgischen Behörden ihn auf freiem Fuß gelassen, erklärte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan.

Abdeslam wollte in Brüssel Blutbad anrichten

Die belgischen Ermittler gehen davon aus, dass der festgenommene Terrorverdächtige Salah Abdeslam gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Terrornetzwerks ein Blutbad mit Schusswaffen in Brüssel anrichten wollte. Dies berichtet am Donnerstag der flämische Sender VRT unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Demnach habe Abdeslam gemeinsam mit dem am 15. März bei einem Polizeieinsatz im Brüsseler Stadtteil Forest getöteten Mohamed Belkaid sowie einem dritten Mann ein Schusswaffengefecht mit Kalaschnikows und Riot Guns in der belgischen Hauptstadt geplant, meldete der Sender. Die Terroristen hätten demnach ein ähnliches Szenario vorgehabt wie bei den Anschlägen von Paris vom 13. November, bei denen 130 Menschen getötet wurden.

Der vergangene Woche in Belgien festgenommene Verdächtige der Pariser Anschläge, Salah Abdeslam, hatte am Donnerstag über seinen Anwalt erklären lassen, er stemme sich nicht mehr gegen eine Auslieferung nach Frankreich. Nach den Terroranschlägen in Brüssel vom Dienstag mit mehr als 30 Toten und über 300 Verwundeten will Abdeslam "so schnell wie möglich" nach Paris ausgeliefert werden. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei den Anschlägen von Paris und Brüssel um teilweise dasselbe Netzwerk handelt.

EU plant "Echtzeit-Info-Austausch" der Geheimdienste

Als Konsequenz der jihadistischen Terroranschläge von Brüssel plant die EU einen intensiveren Datenaustausch der Geheimdienste. Wie aus einem der APA vorliegenden Entwurf der Abschlusserklärung des Sondertreffens der EU-Innen- und Justizminister vom Donnerstag hervorgeht, soll dies erstmals in "Echtzeit" erfolgen. In dem betreffenden Punkt der EU-Erklärung heißt es, die Minister seien überzeugt, dass es nötig sei, "die Arbeit der Counter Terrorism Group (CGT) voll zu unterstützen, insbesondere durch eine weitere Beschleunigung der Schaffung einer dezidierten Plattform für Echtzeit, multilateralen Informationsaustausch".

Nach Angaben von Insidern wäre dies ein großer Sprung nach vorne. Die "Counter Terrorism Group" ist bisher nur ein informelles Gremium, in dem die EU-Staaten nachrichtendienstliche Erkenntnisse, etwa über Terrorverdächtige austauschen. Dem Vernehmen nach treffen sich ihre Vertreter aber nur zweimal jährlich, ein echter Austausch über aktuelle Terrorfälle findet demnach aber nicht statt. Vielmehr würden die wirklich brisanten Geheimdienst-Infos vor allem bilateral unter den Staaten ausgetauscht, was andere EU-Staaten vom Zugang her ausschließt.

Anders als bei den Geheimdiensten gibt es einen systematischen, weitgehenden Austausch von Polizeidaten in der EU, etwa über das Schengen-Informationssystem (SIS), oder im Justizbereich im Rahmen des Europäischen Haftbefehls.

Das geplante europäische Passagierdatensystem (PNR) wollen die EU-Minister laut dem Entwurf ihrer Erklärung im April annehmen, "und mit Dringlichkeit umsetzen", wobei sichergestellt werde, dass der Datenaustausch über die Passagier-Infos untereinander "so rasch wie möglich" erfolge. Derzeit fehlt für das europäische Fluggastdatenregister noch die Zustimmung des EU-Parlaments.

Unmaskiert gespeichert werden die Daten über die Reiserouten der Passagiere für sechs Monate, danach werden sie anonymisiert für fünf Jahre gespeichert. Innereuropäische Flüge werden nicht verpflichtend vom Gesetz umfasst, sondern auf freiwilliger Basis.

Kontakte zu Jihadisten in Salzburg

Die in Salzburg inhaftierten Jihadisten dürften nach Worten von Justizminister Wolfgang Brandstetter Kontakte zu den Terror-Netzwerken von Paris und Brüssel gehabt haben. Dies sagte der Justizminister vor dem EU-Sondertreffen der Innen- und Justizminister nach den Brüsseler Terroranschlägen in der belgischen Hauptstadt.

"Wir haben in Österreich 38 - sind es derzeit - inhaftierte Jihadisten. Wir haben auch Personen inhaftiert, das wissen Sie, in Salzburg, die verdächtigt werden auch konkrete Kontakte gehabt zu haben zu dem Netzwerk, das hier für die Anschläge hier und in Paris wahrscheinlich verantwortlich ist", sagte Brandstetter.

"Die Justiz in Österreich hat ja auch durchaus funktioniert", betonte der Minister weiter. "Wir haben ja durchaus einiges getan. Und wir haben auch einige Erfolge gehabt. Aber man muss schon auch sagen: In unserem Bereich hätten wir uns da oder dort auch mehr Datenaustausch gewünscht."

Am 10. Dezember sind in Salzburg ein Pakistani und ein Algerier verhaftet worden, die mit falschen syrischen Pässen als Flüchtlinge eingereist waren. Sie befinden sich aktuell in Untersuchungshaft. Französische Medien hatten bereits Anfang März berichtet, dass von ihnen getätigte Telefongespräche direkt auf das Umfeld des mutmaßlichen Drahtziehers der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, verweisen. Von der österreichischen Justiz war dies bisher nie offiziell bestätigt worden.

Staatsanwaltschaft bestätigt Paris-Verbindung

Die belgischen Behörden haben eine direkte Verbindung zwischen den Tätern der Brüsseler und Pariser Anschläge bestätigt. Im Dezember seien ein internationaler und europäischer Haftbefehl gegen den Brüsseler Selbstmordattentäter Khalid El Bakraoui erlassen worden, teilte die belgische Bundesstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Ihm wurde demnach vorgeworfen, für die Gruppe der Paris-Attentäter unter falschem Namen eine Wohnung im belgischen Charleroi gemietet zu haben. Dies war zuvor bereits bekannt, bisher offiziell jedoch noch nicht bestätigt.

Khalid El Bakraoui hatte sich am Dienstag in einer U-Bahn-Station im Brüsseler Europa-Viertel in die Luft gesprengt. Sein Bruder Brahim war einer der Selbstmordattentäter am Brüsseler Flughafen. Insgesamt wurden durch den Doppelanschlag mindestens 31 Menschen getötet und 300 verletzt.

Laut Staatsanwaltschaft wurde er seit Dezember verdächtigt, die Wohnung in Charleroi mit einem falschen belgischen Personalausweis unter dem Namen Ibrahim Maaroufi angemietet zu haben. Die Wohnung habe "der Terroristengruppe, die in die Anschläge von Paris verwickelt ist, als Versteck gedient". Die Wohnung wurde demnach am 9. Dezember vergangenen Jahres von der Polizei durchsucht.

5.000 Westeuropäer für IS in Syrien oder Irak

Neben bis zu 5.000 möglichen IS-Terroristen, die sich laut aktuellen Schätzungen in Europa aufhalten, sollen ebenso viele Personen aus Westeuropa zumindest temporär im Irak oder Syrien für die Terrormiliz tätig sein. 260 Personen sind davon laut Innenministerium aus Österreich, 40 sind tot, 80 kamen wieder retour: Hier handelt es sich nicht um Schätzungen, sondern um konkrete Ermittlungsverfahren.

Ausländische IS-Kämpfer
© APA/Martin Hirsch

"Wir liegen in diesem Bereich nicht unter dem Schnitt", sagte Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck angesprochen auf die in Relation zum Bevölkerungsstand hohe Zahl, etwa im Vergleich zu Deutschland, wo von 760 Personen die Rede ist (Stand: Dezember 2015). "Jedoch gehen wir auch davon aus, dass das Dunkelfeld in Österreich relativ gering ist", so Grundböck weiter. Das bedeutet, man geht davon aus, dass ein relativ großer Teil der aus Österreich stammenden Mitglieder der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" erfasst worden ist.

Ebenso sei es eine Frage des demografischen Hintergrunds in Österreich, was den höheren Anteil erkläre, so Grundböck. Schätzungen gehen davon aus, dass rund die Hälfte der IS-Kämpfer aus Österreich aus Tschetschenien stammt.

Belgische Minister boten Rücktritt an

Nach den Terroranschlägen in Brüssel und möglichen Fahndungspannen gerät die belgische Regierung unter Druck. Innenminister Jan Jambon und Justizminister Koen Geens stellten am Donnerstag ihre Ämter zur Verfügung, wie ihre Büros der Nachrichtenagentur Belga bestätigten. Nach Berichten mehrerer belgischer Medien lehnte Premierminister Charles Michel die Rücktrittsgesuche ab.

Am Vortag war bekanntgeworden, dass die Türkei nach Angaben von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bereits im Juli 2015 warnte, einer der späteren Attentäter sei ein "ausländischer terroristischer Kämpfer". Es handelt sich um Brahim El Bakraoui, den die belgischen Behörden aber auf freiem Fuß ließen. Er hatte sich am Dienstag am Brüsseler Flughafen in die Luft gesprengt.

Jambon sagte dem Sender VTM: "Ich habe den ganzen Abend und die Nacht über gearbeitet, um die Informationen der Türkei zu verstehen." Er räumte ein: "Man kann sich in der Tat wichtige Fragen stellen, wenn es um einige Angelegenheiten und den Umgang damit in der Justiz geht - und auch bei der Polizei." Angesichts der "Kriegssituation" habe Michel den Rücktritt abgelehnt.

Jambon gehört den flämischen Nationalisten der N-VA an, Geens ist flämischer Christdemokrat.

Regierungschef Michel versprach, dass die Behörden mit aller Kraft an der Aufklärung der Anschläge arbeiten wollten. "Es kann keine Straflosigkeit geben, (...) es kann keine Grauzone geben", sagte er bei einer Gedenkzeremonie für die Opfer. "Wir werden vor der Barbarei nicht weichen."

Attentäter zweimal aus Türkei abgeschoben

Der mutmaßliche Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen, Brahim El Bakraoui, ist nach Angaben aus türkischen Regierungskreisen im vergangenen Jahr zwei Mal aus der Türkei abgeschoben worden. Auslöser beim ersten Mal im Juli seien Vermutungen der Polizei gewesen, dass es sich bei Bakraoui um einen Jihadisten handle, hieß es am Donnerstag.

Bakraoui habe in der Türkei selbst aber keine Straftat begangen. Die Polizei habe ihn in der südtürkischen Stadt Gaziantep aufgegriffen. "Die Polizei hat ihn unter die Lupe genommen und ist zu dem Schluss gekommen, dass er ein ausländischer Kämpfer sein könnte", verlautete aus den Regierungskreisen.

Am 11. August sei Bakraoui dann über den Flughafen von Antalya wieder eingereist, sagte ein anderer Vertreter aus Regierungskreisen. Zwei Wochen später sei er erneut abgeschoben worden. Der Grund dafür wurde nicht genannt. Die der Regierung nahestehende Zeitung "Yeni Safak" berichtete, die Polizei habe Bakraoui festgenommen, weil er nach Syrien weiterreisen wollte. Sein Bruder Khalid sei Anfang November 2014 über Istanbul in die Türkei eingereist und von den Sicherheitskräften überwacht worden, bis er das Land zehn Tage später verlassen habe. Khalid El Bakraoui verübte nach Angaben der belgischen Ermittler den Selbstmordanschlag in der Brüsseler Metro.

Metro-Attentäter war nicht allein unterwegs

Der Selbstmordattentäter in der Brüsseler Metro war nach Informationen des belgischen Senders RTBF nicht alleine unterwegs. Auf Bildern einer Überwachungskamera sei ein zweiter Mann mit einer großen Tasche zu sehen, berichtete der öffentlich-rechtliche Rundfunk Donnerstag früh. Unklar sei, ob der Verdächtige bei der Explosion getötet wurde oder ob er auf der Flucht sei.

Die Staatsanwaltschaft äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht. Sie wollte im Laufe des Tages eine Pressemitteilung zum Stand der Ermittlungen veröffentlichen.

Brüder Bakraoui hatten AKW im Visier

Die Urheber der Brüsseler Terroranschläge, das Brüderpaar El Bakraoui, hatten laut einem Zeitungsbericht auch belgische Atomkraftwerke als Anschlagsziel. Nach Informationen der Zeitung "La Derniere Heure" vom Donnerstag handelt es sich bei den beiden Personen, die einen belgischen Nukleardirektor per versteckter Videokamera filmten, um die Brüder Ibrahim und Khalid El Bakraoui. Beide sprengten sich am Dienstag bei den Terroranschlägen in Brüssel mit mehr als 30 Toten und 300 Verletzten selbst in die Luft, einer am Flughafen und der andere in der U-Bahn. Die Zeitung nennt in ihrem Bericht keine Quelle.

Das Video zeigt heimliche Aufnahmen vor dem Zuhause eines belgischen Nuklearforschungsdirektors. Es sei von den beiden Männern kurz nach den Pariser Anschlägen vom 13. September 2015 aufgenommen worden. Ermittler hatten bei einer Hausdurchsuchung in der belgischen Hauptstadt nach der Terrorserie in Paris im November 2015 ein verdächtiges Video gefunden. Darauf war der Direktor des Zentrums für Nuklearenergie im belgischen Mol zu sehen. Es umfasste zehn Stunden und dokumentierte den Tagesablauf des Mannes. Obwohl der Forscher nicht direkt mit einem Atomkraftwerk in Verbindung stehe, sei die Existenz dieses Videos "ziemlich heftig", sagte der Sprecher der Atomaufsichtsbehörde AFCN.

Atomkraftwerke in Belgien
© APA/Martin Hirsch

Paris-Verdächtiger Abdeslam will nach Frankreich ausgeliefert werden

Der vergangene Woche in Brüssel festgenommene Verdächtige der Pariser Anschläge, Salah Abdeslam, stemmt sich nicht mehr gegen eine Auslieferung nach Frankreich. Abdeslam wolle "so schnell wie möglich" an die französischen Behörden überstellt werden, sagte sein Anwalt am Donnerstag nach einer gerichtlichen Anhörung in Brüssel. Abdeslam war nach langer Fahndung am Freitag in der belgischen Hauptstadt festgenommen worden, er soll auch Verbindungen zu den Attentätern der Brüsseler Anschläge gehabt haben.

Der Anwalt des mutmaßlichen Paris-Terroristen sieht sich unterdessen nach den Anschlägen in Brüssel schweren Anfeindungen ausgesetzt. Sven Mary sei von einer Person angegriffen worden und habe sich körperlich zur Wehr setzen müssen, berichtete die belgische Tageszeitung "Le Soir". Zudem habe er Hunderte E-Mails erhalten, in denen er wegen seiner Tätigkeit für Abdeslam beschimpft und bedroht werde. "Ich musste meine Kanzlei schließen, um die Sicherheit meiner Mitarbeiter zu gewährleisten", zitierte das Blatt den Anwalt. Polizeischutz wolle er nicht.

Zahl der Verletzten nach Anschlägen steigt auf 300

Die Zahl der bei den Brüsseler Terroranschlägen verletzten Menschen ist erneut nach oben korrigiert worden. Nach am Mittwochabend veröffentlichten Zahlen erlitten nicht 270, sondern 300 Personen leichte oder schwere Verletzungen. Die Hälfte von ihnen lag am Mittwoch noch in Krankenhäusern, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. 61 Menschen mussten demnach auf einer Intensivstation behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer liege unverändert bei 31, hieß es.

Der Anstieg der Zahl wurde unter anderem damit erklärt, dass eine Reihe von Verletzten infolge der Explosionen unter Hörproblemen litten. Sie meldeten sich teilweise erst mit Verspätung in den Krankenhäusern. Bei den Schwerverletzten handelt es sich den Angaben zufolge meist um Menschen, die durch die Explosionen Verbrennungen erlitten und von Metallteilen in den Bomben getroffen wurden. Letztere hätten "Kriegsverletzungen" verursacht, teilte das Ministerium mit.

Kommentare

Europa muss jetzt mit gnadenloser Härte auf diese muslimischen Extremisten reagieren. Lebenslange Haftstrafen mit Isolationshaft, Abschiebungen und absoluter Druck auf muslimische Bürger sich zu integrieren. Wer sich weigert sollte in die Heimatländer abgeschoben werden. Die Geduld der Europäer ist am Ende.

Roland Mösl

Hier die Reaktion einer großen wehrhaften Demokratie,
auf ähnliche Attacken:

https://de.wikipedia.org/wiki/Internierung_japanischst%C3%A4mmiger_Amerikaner

Darüber gilt es zu diskutieren.

andi56 melden

Der Islam ist eine todbringende Religion für alle friedliebenden Menschen auf dieser Erde. Jeder der sie aufrecht erhält, bekennt sich zum Leid und Tod anderer.

christian95 melden

Der Islam ist eine radikale politische Gruppe unter einem Deckmantel einer Religion.

Statt ENDLICH Maßnahmen gegen diesen radikalen Islam zu beschließen weiß die EU wie weit sich Gurken krümmen dürfen und welche Glühbirnen wir verwenden dürfen.
Was sind das für "Waschlappen" in Brüssel!!!

Oberon
Oberon melden

Mein Mitgefühl gilt allen Menschen, die bei dem Attentat Angehörige oder Freunde verloren haben, NICHT jedoch dem Anwalt!!

Immer wieder fällt mir auf, dass die Behörden das Treiben der Islamisten im Lande nicht wirklich im Griff haben und sie auch noch dazu gravierend unterschätzen. Auch wenn potentielle Attentäter kaum der Bildungsschicht angehören, sollte doch ihre kriminelle und ........

Oberon
Oberon melden

....menschenverachtende Energie ernst genommen werden.
Besser zu schwarz sehen, als sich nach extremen Vorfällen mangels unzureichender Sicherheitsvorkehrungen Schuld aufladen.

Statt ENDLICH diesen Islam zu verbieten warten unsere Politiker geduldig auf den nächsten Anschlag!
Unter dem Deckmantel einer Religion ist dieser Islam eine besonders radikale politische Gruppe!

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