Fakten von

Brüssel: Schüsse
bei Anti-Terror-Einsatz

Vier Polizisten verletzt - einer davon schwer. Täter flüchteten über Dächer

Schüsse in Brüssel bei Anti-Terror-Ansatz © Bild: APA/AFP/Belga/Dirk Waem

In Brüssel sind nach einem Anti-Terror-Einsatz der belgischen und französischen Polizei zwei Bewaffnete auf der Flucht. Ein Verdächtiger sei von der Polizei erschossen worden. Zudem seien bei dem Einsatz vier Polizisten verletzt worden. Laut Staatsanwaltschaft stand die Razzia im Stadtteil Forest im Zusammenhang mit den islamistischen Anschlägen von Paris.

Nach Angaben der Behörden wurden die Beamten bei einer Razzia der Sicherheitskräfte mit großkalibrigen Waffen beschossen. Belgische Medien berichteten von vier verletzten Beamten. Dem Fernsehsender RTBF zufolge starb ein mit einem Sturmgewehr bewaffneter Verdächtiger bei einem Schusswechsel. Zwei weitere Verdächtige seien auf der Flucht.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve sagte, Polizeikräfte seines Landes seien an dem Einsatz in Brüssel beteiligt. Die Verletzten sind allerdings alle Belgier. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Mit einem Großaufgebot wurde am frühen Abend nach einem oder zwei Flüchtigen gesucht. Zwei nahegelegene Schulen und Kindergärten in Forest wurden abgeriegelt, die Kinder seien in Sicherheit, wurde von offizieller Seite betont. Anwohner wurden nach eigenen Angaben von der Polizei aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben.