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Bruder von Toulouse-Attentäter beteuert seine Unschuld

Urteil soll noch am Donnerstag fallen

Zum Abschluss des Prozesses um die islamistische Mordserie von Toulouse hat der angeklagte Abdelkader Merah erneut seine Unschuld beteuert. Der 35-Jährige soll laut Anklage seinem Bruder Mohamed bei der Vorbereitung der Anschlagsserie geholfen haben, die im März 2012 im Südwesten Frankreichs Soldaten und Juden traf. Sieben Menschen wurden damals ermordet.

"Herr Vorsitzender, ich möchte sagen, dass ich nichts mit den von meinem Bruder verübten Morden zu tun habe", sagte Abdelkader Merah dem Vorsitzenden Richter Franck Zientara. Die Anklage fordert eine lebenslange Freiheitsstrafe für Merah; sie wirft ihm Beihilfe zu sieben Morden und Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung vor. Die Verteidigung plädiert hingegen für Freispruch. Das Urteil des Pariser Schwurgerichts soll noch am Donnerstag fallen.

Mohamed Merah hatte im Großraum Toulouse über mehrere Tage hinweg drei Soldaten sowie einen Lehrer und drei Kinder einer jüdischen Schule getötet - der Angreifer starb dann im Kugelhagel der Polizei.