Bruchlandung von American Airlines auf Jamaika: Mehr als 40 Menschen verletzt

Maschine schoss bei Regen über Landebahn hinaus Minister: "Flugzeug ist in zwei Teile" zerbrochen

Bei der dramatischen Bruchlandung einer Boeing 737-800 der Fluggesellschaft American Airlines auf Jamaika sind mehr als 40 Menschen verletzt worden. "Das Flugzeug ist in zwei Teile auseinandergebrochen", sagte der jamaikanische Informationsminister Dary Vaz. Die voll besetzte Maschine schoss während eines Gewitters bei der Landung auf dem Flughafen von Kingston über die Landebahn hinaus und zerbrach in zwei Teile, das rechte Triebwerk riss ab, und das linke Fahrwerk brach in sich zusammen.

Das Flugzeug rutschte noch über eine Straße und kam erst kurz vor dem Meer zum Stillstand. Die Nase der Boeing war gerade einmal drei Meter vom Wasser der Karibik entfernt. An Bord des Flugzeugs waren 148 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder, wie American Airlines mitteilte.

Vier Menschen schwer verletzt
44 Verletzte wurden mit Knochenbrüchen oder Rückenschmerzen in nahe gelegene Krankenhäuser in der Umgebung gebracht, sagte Vaz. Nach Angaben eines Flughafensprechers gab es vier Schwerverletzte. Alle Passagiere und die Besatzung seien aber aus dem Flugzeug in Sicherheit gebracht worden, erklärte ein Sprecher der Fluggesellschaft, Charley Wilson. Flug 331 kam aus Miami. An Bord waren den Angaben zufolge vor allem Jamaikaner, die zum Weihnachtsfest in ihre Heimat zurückkehren wollten.

Turbulenter Flug
Passagiere berichteten von chaotischen Szenen, als das Flugzeug auf dem Boden aufschlug und mit Lärm über die Landebahn rutschte. "Es herrschte Panik", sagte eine Reisende, Pilar Abaurrea. Als die Besatzung die Notausgänge geöffnet habe, hätten sich die Menschen zu den Luken gedrängt. Einige Menschen seien offenbar von herunterfallenden Gepäckstücken verletzt worden. Es sei ein sehr turbulenter Flug gewesen, sagte Abaurrea. Die Besatzung habe die Versorgung der Passagiere mit Getränken dreimal unterbrochen, bevor sie dann schließlich aufgegeben habe. Kurz vor der Landung habe der Pilot dann noch vor weiteren Turbulenzen gewarnt.

(apa/red)