Brot und Backwaren werden auch teurer:
Getreidepreise laut Bäckerinnung erhöht

"Ein Semmel besteht immer noch primär aus Mehl" Billa und Spar werden Preise vorerst nicht erhöhen

Brot und Backwaren werden auch teurer:
Getreidepreise laut Bäckerinnung erhöht

Die Preise für Brot und Backwaren gehen weiter nach oben - und eine Entspannung ist nicht in Sicht. Grund für die Preissteigerungen sind laut Hersteller die Weltmarktpreise für Getreide, die sich seit einiger Zeit auf einem Rekordhoch befinden. "Der Markt ist total undurchsichtig - er spielt verrückt", so ein Brancheninsider.

Das Argument der Landwirte, dass der Grundstoffpreis ohnehin nur einen Bruchteil des Endpreise ausmacht, lässt er nicht gelten: "Eine Semmel besteht immer noch primär aus Mehl."

Getreidekosten "massiv" gestiegen
Laut Bäckerinnung treten die Mühlen auf Grund der hohen Getreidekosten "massiv" mit höheren Preisen an die Bäckereien heran, die diese nicht einfach schlucken könnten. Dazu komme, dass die Mehllager der Verarbeiter nicht mehr so voll sind wie früher. Wurde das Mehl vor einigen Jahren noch für ein Jahr eingekauft, bevorraten die Bäcker nun nur mehr für drei bis vier Monate. Es sei aber nicht nur das Mehl, das teurer wurde, auch Grundstoffe wie Milch, Eier und Marmeladen hätten angezogen, so Reinhard Kainz, Geschäftsführer der Bundesinnung der Bäcker.

Spar und Billa vorerst ohne Erhöhung
Auch von Seiten der Handelskette Spar hieß es heute, dass die stark gestiegenen Rohstoffkosten durchschlagen. Wobei das Salzburger Unternehmen seine Preise nach Eigenangaben noch nicht angehoben hat, aber eine Preiserhöhung in den nächsten Wochen eher zu erwarten sei, so Spar-Sprecherin Nicole Berkmann. Billa-Sprecherin Corinna Tinkler versicherte, auch in ihrem Unternehmen seien die Preise stabil geblieben, wie sich der Markt in nächster Zeit entwickelt lasse sich aber schwer abschätzen.

Aufbruchsstimmung?
Laut Innungs-Chef Kainz herrscht in der Bäckerbranche seit einigen Jahren Aufbruchsstimmung. Grund für die wieder steigenden Investitionen sei die Rückbesinnung der Konsumenten auf Qualität und regionale Rohstoffe. Dazu komme, dass die Branche offensiv versuche, mit neuen Produkten neue Märkte zu erobern. (apa/red)