Bronze bei Rodel-Weltmeisterschaft für Österreich: Platz drei im Team-Bewerb

Gold geht an Deutschland, Silber an Italien Bei Doppelsitzern will Österreich 2. Medaille holen

Bronze bei Rodel-Weltmeisterschaft für Österreich: Platz drei im Team-Bewerb

Mit Bronze zum Auftakt der Rodel-Heim-Weltmeisterschaften im Eiskanal von Innsbruck/Igls gelang dem jüngsten österreichischen Team aller Zeiten ein Superauftakt. Gold ging an den großen Favoriten Deutschland und Silber an Italien.

"Einfach ein Superauftakt", freute sich im Ziel Nationaltrainer Rene Friedl, "die junge Mannschaft hat dem Druck standgehalten. Die Bronze-Medaille ist ein toller Erfolg. Jetzt können wir beruhigt in die weiteren Rennen gehen."

Den Grundstein zum Erfolg des jungen Teams, das im Schnitt erst 21 Jahre aufweist, legte das überraschend nominierte Doppel Peter Penz/Georg Fischler, das sich mit einem Superlauf auf Platz zwei hinter Deutschland schob. "Ein wirklich schöner Lauf", jubelte Penz im Ziel.

Nina Reithmayer verteidigte schließlich den zweiten Rang, war mit ihrer Fahrt aber nicht zufrieden. "Ich hatte zwei Fehler, jetzt hoffe ich, dass es sich doch noch für eine Medaille ausgeht. Ich möchte nicht schuld sein, wenn wir zurückfallen", hatte Reithmayer noch im Ziel erklärt.

Doch Daniel Pfister behielt die Nerven, wurde zwar noch vom Italiener Armin Zöggeler abgefangen, jubelte im Ziel aber über Bronze. "Ich war am Start schon sehr nervös", gestand der Zillertaler, "jetzt bin nur noch überglücklich".

Während Pfister ins Ziel raste, lagen sich Penz, Fischler und Reithmayer im Ziel jubelnd in den Armen. Eine verschworene Mannschaft, die in exakt der gleichen Besetzung bereits 2003 bei der Junioren-WM in Königssee zu Bronze gerast war, und ein Jahr später bei der Junioren-WM in Calgary (CAN) Silber geholt hatte.

"Fantastisch", jubelte auch Österreichs Sportdirektor Markus Prock im Ziel, der vor 20 Jahren in Igls erstmals Weltmeister wurde. "Man hat gesehen, dass bei uns der Generationenwechsel voll aufgegangen ist." Im Sommer beendeten die österreichischen Aushängeschilder der vergangenen Jahre, Sonja Manzenreiter, Markus Kleinheinz und Rainer Margreiter ihre Karrieren.

Der Titel ging in 2:09,159 Minuten an die favorisierten Deutschen mit Patric Leitner/Alexander Resch, Silke Kraushaar-Pielach und David Möller. "Wir waren zwar Favoriten, haben es aber bestätigen müssen. Es war hart", sagte Möller nach dem Rennen, "jetzt sind wir zufrieden". Silber holte sich das italienische Team in 2:09,841 Minuten mit Christian Oberstolz/Patrick Gruber, Sandra Gasprini und Armin Zöggeler. Österreich erreichte eine Zeit von 2:09,982 Minuten.

(apa/Red)