Sterbehilfe von

Brittany Maynard hat
sich das Leben genommen

Entscheidung aufgrund von Hirntumor. Bewegender Abschiedsbrief auf Facebook.

Sterbehilfe - Brittany Maynard hat
sich das Leben genommen

Die krebskranke Amerikanerin Brittany Maynard (29) hat sich wie öffentlich angekündigt das Leben genommen. Dies bestätigte eine Sprecherin der Sterbehilfe-Organisation "Compassion & Choices", die sie unterstütze, der Nachrichtenagentur dpa am Sonntagabend (Ortszeit).

Ärzte hatten Maynard, die an einem aggressiven Gehirntumor litt, im April noch sechs Monate zu Leben gegeben. Sie zog nach der Diagnose von Kalifornien nach Oregon, und damit in einen von fünf der 50 US-Staaten, der die Sterbehilfe erlaubt. In Oregon erlaubt der "Death with Dignity Act" (Gesetz für ein würdevolles Sterben), dass Ärzte unheilbar kranken Patienten nach ausgiebiger Prüfung eine tödliche Medikamentendosis verschreiben dürfen.

Selbstgewählter Tod

Die Organisation veröffentlichte einen Nachruf Maynards auf deren Internetseite. Ob sie am Sonntag oder bereits am Samstag starb, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen. Maynard hatte ursprünglich den 1. November als Tag ihres Todes gewählt, weil sie Ende Oktober noch den Geburtstag ihres Mannes miterleben wollte.

Maynards Gang an die Öffentlichkeit fand großen Widerhall in den US-Medien. Kritik kam vor allem aus dem Lager der religiösen Rechten. "Ich will nicht sterben!" hatte sie noch zuvor CBS erzählt. Sie hatte Angst vor dem Tod - und fasste dennoch einen mutigen Entschluss. "Der Krebs wird mein Leben nicht beenden", erzählte sie dem TV-Sender. "Ich entscheide mich, etwas früher zu sterben und mit weniger Schmerzen und Qualen."

Bewegende Abschiedsworte

"Heute ist der Tag, den ich gewählt habe, um in Würde von euch zu gehen", schrieb die 29-Jährige am Sonntag (Ortszeit) in einer Mitteilung, die in sozialen Netzwerken im Internet verbreitet wurde. "Dieser furchtbare Gehirntumor hat mir schon so viel genommen, aber er hätte noch so viel mehr genommen", schrieb die todkranke Frau. Sie wolle daher all ihren lieben Freunden und ihrer Familie Aufwiedersehen sagen. "Die Welt ist wunderbar, das Reisen war mein größter Lehrer, meine Freunde und Angehörigen meine größten Helfer. Selbst jetzt beim Schreiben dieser Worte fühle ich ihre Unterstützung. Auf Wiedersehen, Welt. Verbreitet positive Energie!"

Kommentare

der Staat bezeichnet uns ab einem gewissen Alter für mündig und sollte dann auch erlauben, dass man selbst entscheidet.
Vor allem dann, wenn der Weg vorgezeichnet ist und der Tod aus heutiger Sicht unabwendbar ist.
Es erspart nicht nur einem selber, sondern auch den Menschen um einen herum viel Kummer und Leid. Hier sollte die Politik endlich einmal auf die Wünsche der Bevölkerung eingehen.

RESPEKT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Tolle Frau. Gut für sie und Ihre Familie. Auch ich habe meine krebskranke Frau bis zum bitteren Ende begleiten "dürfen" und hatte das Privileg, dass sie in meinen Armen gestorben ist. Tatsache war aber, dass sie schon viel früher gehen wollte, das aber auf Grund der staatlichen Verhinderung nicht durfte. Mögen beide in Frieden ruhen.

Annforever melden

Respekt und Hochachtung vor so einer mutigen Frau!

manicmonday melden

Ich glaube, dass mehr todkranke Menschen diesen Schritt machen würden. Bei uns ist jedoch "Sterbehilfe" nicht erlaubt.

hornblower melden

ja. scheinheiliges, feiges, dummes österreich.

ThomasB melden

Selbstmord ist überhaupt nicht mutig, sondern feige! Man kann sicherlich Verständnis dafür äußern, wenn sich ein Mensch in auswegloser Lage das Leben nimmt. Ich persönlich verurteile die Frau nicht. Aber man sollte den Selbstmord nicht auch noch glorifizieren!

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