Britische Lehrer legen die Kreiden nieder: Mehr Geld gefordert. 8.000 Schulen im Streik

Erster landesweiter Protest seit mehr als 20 Jahren Zu wenig Geld wegen steigenden Lebensmittelpreisen

Wegen des ersten landesweiten Lehrerstreiks seit mehr als 20 Jahren sollte rund jede Dritte britische Schule geschlossen bleiben. Die Lehrergewerkschaft NUT schätzte, dass in England und Wales Kinder und Jugendliche an etwa 8.000 Schulen betroffen sein würden. Die britischen Lehrer fordern 4,1 Prozent mehr Geld, das Angebot der Regierung liegt bei 2,45 Prozent.

Vor allem in der Hauptstadt London führen die Lehrer gestiegene Lebensmittelpreise als Argument für ihre Forderungen an. "Wenn die Regierung die Arbeit der Lehrer schätzt, soll sie auch dafür sorgen, dass sie wenigstens einen Inflationsausgleich bekommen", sagte NUT-Sprecherin Christine Blower der britischen BBC. Die Regierung argumentiert, dass Lehrer bereits besser bezahlt werden als andere Angestellte im öffentlichen Dienst. Sie bezeichnet den Streik als "unverantwortlich".

(apa/red)