Brisantes vom UN-Menschenrechtsrat:
Palästinenser-Terror "unvermeidlich"

Laut Bericht Folge der israelischen Besetzung Israels Botschafter mit scharfer Zurückweisung

Brisantes vom UN-Menschenrechtsrat:
Palästinenser-Terror "unvermeidlich" © Bild: AP/Nassar

Ein UN-Menschenrechtsexperte hat den palästinensischen Terrorismus in einem Bericht als "unvermeidbare Folge" der israelischen Besatzung bezeichnet. Der im Auftrag des UN-Menschenrechtsrats erstellte Report des südafrikanischen Anwalts John Dugard soll im März offiziell vorgelegt werden. Er wurde aber bereits auf der Website des Gremiums veröffentlicht. Israels UN-Botschafter in Genf, Yitzhak Levanon, kritisierte den Bericht scharf und warf dem Autor vor, den Hass zwischen Israelis und Palästinensern zu schüren.

Dugard schreibt in seinem Bericht, es müsse unterschieden werden zwischen sinnlosen Terrorakten etwa von Al Kaida und Gewalttaten im Rahmen einen Befreiungskrieges gegen Kolonialherrschaft, Apartheid oder militärische Besatzung. Zwar seien die Terrorakte der Palästinenser zu verurteilen, sie müssten aber verstanden werden als "eine schmerzliche, aber unvermeidbare Folge" der israelischen Besatzung, heißt es in dem 25-seitigen Report.

Dugard hat bereits in den vergangenen Jahren das israelische Vorgehen in den palästinensischen Autonomiegebieten scharf kritisiert. Im vergangenen Jahr verglich er die israelische Politik dort mit der Apartheid in Südafrika. Dugard wurde 2001 von der UN-Menschenrechtskommission, dem Vorgänger des Menschenrechtsrats, mit der Untersuchung möglicher Verstöße in den palästinensischen Gebieten und Israel eingesetzt. Israel und die USA weisen seine Berichte regelmäßig als einseitig zurück. (apa/red)