"Bringen sich in Gefahr einer Shoah": Israel
droht Palästinensern mit der Vernichtung

Martialische Wortwahl nach erneuten Angriffen

"Bringen sich in Gefahr einer Shoah": Israel
droht Palästinensern mit der Vernichtung © Bild: Reuters/Salem

Israels stellvertretender Verteidigungsminister Matan Vilnai hat den Palästinensern mit einer Shoah (Holocaust) gedroht. "Wenn die Palästinenser noch mehr Raketen abschießen und deren Reichweite vergrößern, bringen sie sich in die Gefahr einer größeren Shoah, weil wir alles in unserer Macht Stehende tun, um uns zu verteidigen", sagte Vilnai im israelischen Militärrundfunk. Der politisch sensible Begriff steht für den Völkermord an sechs Millionen Juden während des Zweiten Weltkriegs. Er wird in Israel selten in einem anderen Zusammenhang als mit den deutschen Naziverbrechen verwendet.

Die israelische Armee hatte in den vergangenen zwei Tagen mindestens 32 Palästinenser in dem von der radikalen islamischen Hamas kontrollierten Gaza-Streifen getötet.

Darunter waren auch fünf Kinder. Israel bezeichnete die Angriffe als Reaktion auf palästinensischen Raketenbeschuss, bei dem erstmals seit einem Dreivierteljahr auch ein Israeli ums Leben gekommen war. Der Vorsitzende des Außen- und Verteidigungsausschusses der Knesset, Tzahi Hanegbi, forderte einen Militärschlag zur Entmachtung der Hamas im Gaza-Streifen.

(apa/red)