Porträt von

Wer ist Brigitte Zarfl?

Brigitte Zarfl © Bild: APA/Fohringer

Brigitte Zarfl tritt in große Fußstapfen, zumindest was die Medienpräsenz ihrer Vorgängerin betrifft. Die 56-jährige Ernährungswissenschafterin hat von der nicht unumstrittenen Beate Hartinger-Klein (FPÖ) das Sozial- und Gesundheitsministerium unter Kanzlerin Bierlein übernommen. Wer ist Brigitte Zarfl?

THEMEN:
  • Name: Brigitte Zarfl
  • Geboren: 11. August 1962 in Krems an der Donau
  • Alter: 56
  • Familienstand: nicht bekannt
  • Kinder: 2 Töchter
  • Ausbildung: Studium der Ernährungswissenschaften und Lebensmitteltechnologie an der Universtiät Wien, Promotion 1996

Mit Aussagen wie, man könne von 150 Euro im Monat leben, der Position als Gesundheitsministerin gegen das Rauchverbot oder die Reformen bei den Sozialversicherungs-Anstalten zählte Beate Hartinger-Klein bestimmt nicht zu den beliebtesten MinisterInnen unter Türkis-Blau. Aber bestimmt war FPÖ-Ministerin eine, die der Regierung Kurz viele Schlagzeilen einbrachte. Mit dem erfolgreichen Misstrauensantrag gegen das Kabinett Kurz musste auch sie ihr Ministerium räumen – und an Brigitte Zarfl übergeben.

Brigitte Zarfl
© APA/Fohringer Brigitte Zarfl: Die gebürtige Kremersin übernimmt von Beate Hartinger-Klein

Unter Hostasch geholt

Zarfl ist im Sozialministerium jedoch keine Unbekannte, bereits 1997 schien ihr Name dort erstmals auf. Unter Ministerin Lore Hostasch (SPÖ) wurde sie als Fachreferentin für allgemeines Gesundheitswesen damals ins Kabinett geholt, bevor sie 2004 in der EU-Sozialpolitik aktiv wurde und Österreich im EU-Sozialschutzausschusses vertrat.

Aufstieg unter Hundstorfer

2006 kehrte Brigitte Zarfl wieder zurück ins Sozialministerium als Abteilungsleiterin, 2009 wurde sie Gruppenleiterin und stellvertretende Sektionsleiterin. Am 1. Mai 205 wurde sie unter dem Ex-Sozialminister Rudolf Hundstorfer zur zur Leiterin der Präsidialsektion im Sozialministerium bestellt. Der SPÖ-Minister attestierte der inzwischen 56-Jährigen „Durchsetzungsstärke, Engagement und einen kollegialen Führungsstil.“

Brigitte Zarfl
© APA/Fohringer Zarfl bei der Angelobung

Synergieeffekte durch Kooperationen

Zu ihrem damals neuen Tätigkeitsbereich sagte sie zu "austrianbusinesswoman.at": "Gerade das Sozialressort steht besonders im Zentrum der Aufmerksamkeit, weil unsere Aufgaben unmittelbare Auswirkungen für die Menschen haben. Aus dieser Nähe zu den Menschen beziehen wir unsere Motivation.Trotz begrenzter Ressourcen wolle sie "durch noch bessere Kooperation - unter Umständen auch über die unmittelbaren Ressortgrenzen hinaus - notwendige neue Synergieeffekte schaffen."

Zweifache Mutter

Zarfl wurde in Krems geboren, besuchte das Wirtschaftskundliche Bundesrealgymnasium für Mädchen und promovierte danach an der Universität Wien zu ernährungsepidemiologischen Fragestellungen und arbeitete als Universitätsassistentin sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ludwig-Boltzmann-Institut für Stoffwechselerkrankungen und Ernährung. Sie ist Mutter zweier Töchter.

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