Brier triumphiert in China: Golf-Profi holt
sich in Shanghai seinen zweiten Tour-Sieg

Wiener siegt souverän mit fünf Schlägen Vorsprung Brier freut sich über Siegerscheck von 249.124 Euro

 Brier triumphiert in China: Golf-Profi holt
sich in Shanghai seinen zweiten Tour-Sieg

Zehn Monate nach der Premiere bei den BA-CA-Austrian Open hat Markus Brier erneut das süße Gefühl des Siegens auskosten dürfen. Der 38-jährige Wiener machte bei den Volvo China Open in Shanghai (1,477 Mio. Euro) seinen zweiten Erfolg auf der Europa-Tour der Golfprofis perfekt. Mit insgesamt 274 Schlägen (10 unter Par) auf dem Par-71-Kurs im Silport Golf Club triumphierte Brier souverän mit fünf Schlägen Vorsprung auf ein Verfolger-Trio.

Brier war zum zweiten Mal in seiner Karriere als Spitzenreiter in die Schlussrunde gestartet und er verteidigte seine Position so wie im vergangenen Juni als Lokalmatador im GC Fontana Oberwaltersdorf. Mit einer neuerlichen 67-er-Runde (5 Birdies, 1 Bogey) ließ er den Verfolgern Andrew McLardy (RSA), Graeme McDowell (Nordirland) und Scott Hend (AUS/alle 279) am Schlusstag keine Chance.

Er erhielt in dem auch zur Asien-Tour zählenden Bewerb einen Siegerscheck über 249.124 Euro. Dank des Sieges hat sich Österreichs derzeit einziger Spieler auf der Europa-Tour die Spielberechtigung bis 2009 gesichert.

"Das ist ein Riesenschritt in meiner Karriere, dass ich selbst im größten Land der Welt beweisen konnte, bei ungewohnten Verhältnissen gewinnen zu können," meinte Brier gegenüber golf-live.at. Der Familienvater hielt seine Nerven im Zaum, obwohl er in der bisherigen Saison noch keine Schlussrunde mit Par oder besser absolviert hatte.

Österreichs Golfer des Jahres begann mit einem 6-m-Putt zum Par und versenkte gleich darauf zwei Birdieputts. Hend blieb ihm vorerst an den Fersen, doch mit einem Bunkerschlag an die Fahne am achten Loch und folgendem Birdie baute Brier die Führung auf zwei Schläge aus. Und gab sich in der Folge im Gegensatz zu dem früheren US-Tour-Spieler Hend keine Blöße mehr. Dieser erste Erfolg im Ausland bringt Brier in der Weltrangliste etwa auf Position 100 und damit ist auch ein Startplatz in einem Major-Turnier in Reichweite.

Der Sieg gibt viel Selbstvertrauen, seine weiteren Ziele zu verwirklichen. "Das war ein Schritt auf dem Weg zu meinem Traum einer Ryder-Cup-Teilnahme", meinte Brier im Hinblick auf den Kontinent-Vergleich Europa-USA ohne allerdings die Realität außer acht zu lassen. "Okay, um ins Team zu kommen, brauche ich fünf oder sechs solche Wochen. Aber warum nicht. Ich habe hier wirklich stark gespielt."

(apa/red)