Brieftauben lieferten Häftlingen Handys:
Tierischer Schmuggeldienst aufgeflogen

Brasilien: Insassen wollten Handy-Verbot umgehen Vögel wurden offenbar im Gefängnis gezüchtet

Brieftauben lieferten Häftlingen Handys:
Tierischer Schmuggeldienst aufgeflogen © Bild: APA/DPA/Perrey

Häftlinge in Brasilien haben einen neuen Weg gefunden, um das Handy-Verbot im Gefängnis zu unterhöhlen: Sie ließen sich die Mobiltelefone von Tauben liefern. Doch nun flog der Luftpost-Dienst in der Haftanstalt Danilio Pinheiro nahe der Stadt Sorocaba im Südosten des Landes auf.

Den Wächtern war eine Taube aufgefallen, die ein kleines Säckchen umgebunden hatte. Mit Futter konnten sie das Tier anlocken - und fanden Einzelteile eines kleinen Handys. Am Folgetag konnte schon die nächste Taube abgefangen werden, dieses Mal mit einem Ladegerät.

Die Vögel wurden offenbar in dem Gefängnis gezüchtet. "Tauben fliegen instinktiv immer wieder nach Hause", sagte Ermittler Celso Soramiglio am Dienstag. Die Polizei habe noch nicht herausgefunden, wer die Vögel aufgezogen habe oder für wen die Handys bestimmt waren, so Celso. (apa/red)