Briefbomben-Terror von

Warten auf den Anschlag

Kuvert mit Zucker ging an Monti und Mailänder Börse

Briefbomben-Terror - Warten auf den Anschlag © Bild: APA/POOL/Bondareff

Statt Anthrax oder einer Briefbombe wurde Zucker an die Mailänder Börse, einer Mailänder Filiale der Steuereintreibungsgesellschaft und Premierminister Mario Monti geschickt. Das Pulver wurde von der Polizei kontrolliert, dabei soll es sich um Zucker gehandelt haben, berichteten italienische Medien. Acht Personen, die mit den Briefen in Kontakt gekommen sind, wurden vorbeugend ins Spital eingeliefert.

Am Mittwoch war ein ähnlicher Brief auch in die Mailänder Wohnung des italienischen Premiers Mario Monti eingetroffen. Das Kuvert war von Montis Ehefrau Elsa geöffnet worden, die die Polizei alarmierte.

Vor zwei Wochen war der Leiter der Steuereinzugsgesellschaft Equitalia, Marco Cuccagna, beim Öffnen einer Paketbombe in Rom an der Hand und am Auge verletzt worden. Zum Anschlag bekannte sich die linksextremistische italienische Gruppe Informelle Anarchistische Föderation (FAI). Diese hatte zuvor auch ein ähnliches Päckchen an Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gesandt.