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Brexit - Kern sieht Gefahr durch innenpolitische Diskussionen

Bundeskanzler: Briten müssen zu Verpflichtungen stehen

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) erwartet nun ein Entgegenkommen Großbritanniens in den Brexit-Verhandlungen. "Den Eindruck hat man", sagte Kern auf eine entsprechende Journalistenfrage am Freitag am Rande des EU-Sozialgipfels in Göteborg. Allerdings werde dies von einer "innerenglischen Diskussion überdeckt".

Auch in der Partei von Premierministerin Theresa May scheine es "nicht die letzte Einigung zu geben". Das führe dazu, "dass oft taktische, opportunistische Gründe den ganzen Vorgang bremsen". Darunter litten alle in ganz Europa, meinte der Kanzler.

Die Verhandlungen über den EU-Austritt der Briten sei eine Frage, die "uns alle besorgt". "Wenn es nicht gelingt, eine vernünftige Lösung zu schaffen, hat das das Potenzial, Europa zu schaden, der Wirtschaft zu schaden, und das kostet uns alle miteinander Wohlstand."

Die Briten hätten lange gebraucht, "bis sie in die Gänge gekommen sind". Jetzt habe er aber den Eindruck, dass "man verstanden hat, dass das alles nicht zum Nulltarif möglich ist". Die Briten hätten Verpflichtungen übernommen, "zu denen müssen sie stehen", erklärte Kern.

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