Brenner-Blockade wegen Basistunnel:
Protestkundgebung für rasche Umsetzung

Wipptal Bürgermeister fordern Brenner-Basistunnel Das Riesenprojekt kommt immer wieder ins Stocken

Brenner-Blockade wegen Basistunnel:
Protestkundgebung für rasche Umsetzung © Bild: APA/EPA/Boehm

Mit einer Pressekonferenz auf der gesperrten Autobahn am Brenner habendie Bürgermeister der Gemeinden des Wipptales in Nord- und Südtirol von der Bundesregierung die Finanzierungszusage für den Brennerbasistunnel (BBT) eingefordert. Befürchtete Staus blieben durch das geringe Verkehrsaufkommen während der eineinhalbstündigen Aktion aus.

Die Wipptal-Bürgermeister forderten von der Bundesregierung die Finanzierungszusage für den BBT. Es dürfe keine weitere Verschiebung geben, noch im Juni müssten die entsprechenden Beschlüsse fallen, verlangte der Bürgermeister von Mühlbachl und Obmann des Planungsverbandes, Alfons Rastner. Nächste Woche soll eine entsprechende Resolution bei den zuständigen Stellen in Wien deponiert werden. Mit anwesend waren die ÖVP-Mitglieder der Tiroler Landesregierung mit Ausnahme von Landeshauptmann Platter. Auch Gegner des Projektes waren auf den Brenner gekommen. Vertreter einer Bürgerinitiative aus Sterzing (Südtirol) verlangten auf Transparenten einen Stopp des BBT.

Pröll äußert Verständnis
Verständnis für die betroffenen Tiroler Gemeinden bekundete Finanzminister Pröll. Er betonte, dass er den BBT für ein "ökologisch und verkehrspolitisch sinnvolles und nachhaltiges europäisches Projekt" halte, das aber wie alle Projekte angesichts der Sparmaßnahmen einer Evaluierung unterzogen werden müsse. Transitforum-Chef LAbg. Fritz Gurgiser (Bürgerklub) bedauerte hingegen die "unsinnige Aktion von ein paar Bürgermeistern, die immer noch glauben, man könne eine Verlagerung in einen milliardenschweren Tunnel erzwingen, während die Europäische Gemeinschaft sich seit mehr als sieben Jahren gegen das ohnedies lächerliche Transitverbot von Müll, Schrott, Steinen, Erde et cetera sogar vor dem EuGH wehrt".

Das Riesenprojekt geriet kürzlich wieder ins Stocken. Verkehrsministerin Bures kündigte an, dass eine Entscheidung, wie es mit dem BBT weitergehen wird, erst im Herbst fallen soll. (apa/red)