Braunschlag von

"Neger", Koks und Co.

Neue ORF-Serie mit Palfrader und Ofczarek ist alles andere als politisch korrekt

Braunschlag - "Neger", Koks und Co.

Nikolas Ofczarek sorgen.

"Braunschlag" - aus der Feder von David Schalko - ist witzig, authentisch, ernüchternd realistisch, hochkarätig besetzt und alles andere als politisch korrekt. Nicht nur einmal fällt das Wort "Neger", es wird kette-geraucht, betrunken autogefahren, gekokst und - und das in Niederösterreich - mit der Autorität des Heiligen Vaters und der des Landesvaters gespielt.

Zweites Griechenland
"Braunschlag" ist der Name eines gottverlassenen Waldviertler Nestes, das von seinem ebenso abgehalfterten wie bauernschlauen Bürgermeister Gerri Tschach (alias Palfrader) in den Ruin gewirtschaftet wird ("Mein Sohn hat Braunschlag zu einem zweiten Griechenland gemacht."). Um den Ort und seine eigene Haut zu retten, braucht der Ortshäuptling ein Wunder, das er kurzerhand mit Hilfe seines Freundes, des beinahe dauerbetrunkenen Orts-Discobesitzers Richard Pfeisinger (Ofczarek), selbst inszeniert: Er fingiert eine Marienerscheinung. Und damit das Wunder tatsächlich ein Wunder ist, kommt die wundersame Wiederauferstehung eines "Todgeweihten" genau richtig. Nicht nur Pilger stürmen daraufhin den Ort, in den sich bis dato "allenfalls Schwammerlsucher hinverirrten", auch der Vatikan - in Form des balzenden Inquisitors Banyardi (Manuel Rubey) - und "St. Pölten" in Form des schmierig buckelnd-tretenden Katzlbrunner (Simon Schwarz) stehen vor der Tür...

Ausgefeilte Charaktere
Was "Braunschlag" so besonders macht, sind das hervorragende Drehbuch und die ausgefeilten Charaktere: "Jede Figur, die hier auftritt, hat ihren Sinn", beschreibt es Raimund Wallisch, der den "Verkünder" der Marienerscheinung mimt. Auch gab und gibt es keinen Quotendruck, berichtet Ofczarek: "Wir haben etwas zu erzählen und das tun wir hier auch." An der Frage, ob die Serie bei einem breiten Publikum ankommen und auch außerhalb Österreichs funktionieren wird, schieden sich die Geister. Während Rubey "Braunschlag" nicht für "breitenwirksam" hält, findet Schalko, dass dies lediglich eine "Frage der Aufnahmebereitschaft" ist.

Wrabetz würde sich gerne mehr davon leisten
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz glaubt, dass sich "Braunschlag" aufgrund des enthaltenen Lokalkolorits für den internationalen Markt nicht eignet und wohl auch nicht refinanzierbar ist. Daher würde ein Privatsender ein solches Format auch niemals produzieren, meinte er bei der Vorabpräsentation. Für Wrabetz ist "Braunschlag" ein Paradebeispiel für eigenproduzierte, genuin österreichische und vor allem öffentlich-rechtliche Serienunterhaltung, für die man viel Geld in die Hand genommen habe. Gerne würde man sich mehr solcher Produkte leisten - allein das Geld mangelt. Als begeisterten "Braunschlag-Fan" bezeichnete sich selbst auch die neue TV-Direktorin Kathrin Zechner. "Ob Burgtheater, Kaiser oder Schalko - so kann man den ORF unverwechselbar lieben", sagte sie in Bezug auf Ofczarek, Palfrader und Buchautor sowie Regisseur.

Kommentare

Ignaz-Kutschnberger

Herr Wrabetz... haben Sie schon wieder Posterl beim ORF zu vergeben Wie war das damals ...glaub das war im Musikantenstadl die Aussage von den "Spaghetti-Fressern" oder??... Die ist ja auch bei unseren italienischen Nachbarn total gut angekommen... Lieber Wrabetz und du sagst noch du würdest dir noch gern mehr von so einem diskriminierenden Scheiß leisten... Interessant!! Deine Flüge nach Amerika solltest vielleicht für die nächsten Jahrzehnte mal streichen, sonst könnte es passieren, dass du am Flughafen in Empfang genommen wirst!! Alles Gute für deine weitere Zukunft!! In Zukunft sind bestimmt wieder Posterl beim ORF zu vergeben...mit Parteibuch möglicherweise... vielleicht wird auch IHR Posten bald frei sein...alles Liebe!! ;-)

Ignaz-Kutschnberger

An den lieben ORF und den Herrn Regisseur Und sowas wurde womöglich noch mit öffentlichen Mitteln finanziert oder wie??... Im Jahr 2011 einen Film produzieren der eine Diskriminierung sondergleichen ist, find ich schon irgendwie steil von euch Oarschgesichtern... na ja, hoff mal, Amerika sieht das mit den "Negern" auch so locker...weil ich werd das mal an die zuständige Botschaft weiterleiten und auch mal ein nettes mail ans Weiße Haus schicken... bin schon gespannt auf die Entschuldigung vom lieben ORF und ob der Film dann wirklich noch lange im ORF ausgestrahlt wird!!

Ignaz-Kutschnberger
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Nur mal nachgefragt... Aha...so so... eigentlich ist "Neger" nicht unbedingt ein höfliches Wort...also haben die Herrn sicher auch nix dagegen wenn ich sie jetzt nur rein spaßeshalber als "Neo-Nazis" bezeichne...oder???

Ignaz-Kutschnberger
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.... Vielleicht ist es ja cool "Neger" im Film zu sagen...warum habt ihr s nicht mit "KZ-Nutte" probiert?? Oder kommt das Wort auch im Film vor??

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