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Mütter im Einsatz gegen Hooligans

Bei einem Risikospiel in Brasilien wurden Fan-Mütter als Ordner eingesetzt

Fussball - Mütter im Einsatz gegen Hooligans © Bild: imago/Fotoarena

Kreative Sicherheitsstrategie in Brasilien: Um den üblichen Krawallmachern beizukommen, wurden beim Cup-Derby in Recife am vergangenen Wochenende ihre Mütter als Ordner eingesetzt. Mit Erfolg.

Recife, einer der Austragungsorte der vergangenen Weltmeisterschaft, ist für seine Fangewalt bekannt. Folglich war das Stadtderby zwischen dem Sport Club de Recife und Nautico Capibaribe als Hochrisikospiel klassifiziert. Dieses Mal kam es jedoch nicht zu Gewaltexzessen zwischen den Anhängern der verfeindeten Fangruppen. Der Grund dafür: ihre Mütter waren dabei.

Friedliches 1:0

Vor dem Spiel hatte der Sport Club 30 Mütter bekannter Hooligans einem Ordner-Training unterzogen und sie mit speziellen Signalwesten mit der Aufschrift "Seguranca Mae" - Sicherheitsmutter - im Stadion patrouillieren lassen. Ob der Erfolg der Aktion nur an der Anwesenheit der Mütter oder doch auch ein wenig am 1:0-Heimsieg des Sport Clubs lag, lässt sich wohl nicht einwandfrei klären, in jedem Falls blieb es an diesem Tag in Recife aber unerwartet friedlich.

Auf die Idee, Hooligan-Mütter als Sicherheitskräfte einzusetzen, waren die Kreativen der PR-Agentur Ogilvy gekommen. Deren Vizepräsident brachte das Erfolgsrezept ganz einfach auf den Punkt: "Am Ende des Tages will niemand vor den Augen einer Mutter kämpfen, schon gar nicht seiner eigenen."

Man darf gespannt sein, ob das Beispiel Schule machen wird und bald auch Müttern von Hütteldorfer und Favoritner Problemfans Nebenjobs angeboten werden.

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