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Brand bei Hühnerzuchtbetrieb - Laut NÖ Polizei Millionenschaden

Landeskriminalamt nahm Ermittlungen zur Ursache auf

Nach einem Brand bei einem Hühnerzuchtbetrieb in Schwarzau am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) hat das Landeskriminalamt NÖ am Mittwoch Ermittlungen zur Ursache aufgenommen.

Der Schaden betrage drei bis vier Millionen Euro, sagte Polizeisprecher Walter Schwarzenecker auf Anfrage. Rund 40.000 Küken kamen ums Leben. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) forderte einen besseren Brandschutz für Tiere.

Mit den Löscharbeiten am Dienstag waren nach Angaben des Bezirkskommandos Neunkirchen 27 Feuerwehren mit etwa 200 Mitgliedern, auch aus dem Bezirk Wiener Neustadt, beschäftigt. Nach Mitternacht wurde der Einsatz beendet.

Der Brand in der rund 800 Quadratmeter großen Halle war am Dienstag gegen 14.00 Uhr ausgebrochen, es gingen zahlreiche Notrufe ein. Laut Bezirkskommando war eine enorme Rauchsäule kilometerweit zu sehen. Es wurde die höchste Alarmstufe (B4) ausgelöst. Die starke Rauchentwicklung und der drehende Wind erschwerten die Brandbekämpfung, die unter schwerem Atemschutz durchgeführt wurde. Aufgrund von Wassermangel wurden mehrere rund ein Kilometer lange Zubringerleitungen von einem Löschteich gelegt und zusätzliche Tanklöschfahrzeuge angefordert.

Während der Arbeiten kam es zu einer Durchzündung von Rauchgas, "was einen massiven Flammenaustritt und eine enorme Hitzeentwicklung in der gesamten Halle zur Folge hatte", berichtete das Bezirkskommando. Am Abend wurde mit einem Bagger versucht, Hallenteile abzureißen, um die zahlreichen Glutnester zu bekämpfen.

Der VGT verwies indes auf eine Petition für "geprüft zuverlässige Feuersicherung von Ställen". "Die furchtbaren Folgen der modernen Tierlandwirtschaftsindustrie zeigen sich besonders auch in solchen Tragödien", wurde in einer Aussendung mitgeteilt. Die Tiere "hatten nicht die geringste Chance zu entkommen".

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