Fakten von

BP-Wahl: Auch in Graz Wahlkarten-Antrag mit falscher Passnummer

Antragsteller entpuppte sich durch E-Mail-Adresse als Journalist

In der steirischen Landeshauptstadt Graz ist ebenfalls eine Wahlkarte für die Wiederholung der Bundespräsidentenwahl mit falscher Passnummer beantragt worden. Aufgrund der E-Mail-Adresse sei schnell klar gewesen, dass es sich dabei um den Versuch eines Journalisten gehandelt hat. Der Antrag wurde abgelehnt, sagte Magistratsdirektor Martin Haidvogl.

Laut dem Magistratsdirektor sei der Fall am Montag aufgetreten und "dank aufmerksamer Mitarbeiter" für den Antragsteller erfolglos verlaufen. Dieser habe schnell als Journalist identifiziert werden können. "Wir haben ihm mitgeteilt, dass dem Antrag nicht stattgegeben werden kann", so Haidvogel. Das Vorarlberger Landeskriminalamt ermittelt derzeit gegen jene Journalisten, die aus Recherchegründen versucht haben, Wahlkarten mit falscher Passnummer zu beantragen. In Graz werde noch geprüft, ob eine Anzeige erstattet wird, sagte der Magistratsdirektor.

Zum Schutz, dass Wahlkarten per Online-Service nicht unter Vorgabe einer falschen Passnummer ausgegeben werden können, durchlaufe der Antrag "einige Algorithmen, die feststellen, ob die Passnummer grundsätzlich richtig sein kann, oder nicht", schilderte Haidvogl. Trete eine Auffälligkeit auf, werde eine Abfrage über das zentrale Identitätsdokumentenregister (IDR) gemacht. "Wir haben nach dem Vorfall von gestern beschlossen, ab sofort bei allen Wahlkartenanträgen mit Passangaben davon Gebrauch zu machen", betonte Haidvogl.

Kommentare