Boston-Anschlag von

Reaktionen der Politiker

Internationale Politik ist bestürzt - Bombenanschlag wird verurteilt

Bombenterror in Boston © Bild: APA/EPA/STUART CAHILL/THE BOSTON HERAL

In der ganzen Welt haben Politiker am Dienstagvormittag mit Entsetzen auf die Bombenanschläge beim Boston-Marathon reagiert. Nichts rechtfertige solche "heimtückische Anschläge" erklärte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Russlands Präsident Wladimir Putin verurteilte die Attentate als "barbarische Verbrechen". Sowohl der französische Staatschef Francois Hollande als auch der afghanische Präsident Hamid Karzai sprachen den Opfern und dem amerikanischen Volk sein Mitgefühl aus.

"Mit Entsetzen habe ich die Nachrichten von den Anschlägen in Boston verfolgt", erklärte Merkel. Sie übermittelte den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl und den Verletzten Genesungswünsche. "Nichts rechtfertigt einen so heimtückischen Angriff auf Menschen, die sich zu einer friedlichen Sportveranstaltung zusammengefunden hatten", unterstrich Merkel. "Ich hoffe, dass der oder die Schuldigen dafür zur Rechenschaft gezogen werden können."

Kremlchef Putin verurteilte die Anschläge als "barbarisches Verbrechen". Der Kampf gegen den Terrorismus erfordere eine "aktive Koordination der Anstrengungen der ganzen Welt", schrieb Putin nach Kremlangaben in einem Beileidstelegramm an US-Präsident Barack Obama. Putin bot demnach auch an, die US-Behörden bei ihren Ermittlungen zu unterstützen.

Volle Solidarität Frankreichs

"In diesen tragischen Umständen drückt der Staatschef den Familien der Opfer sein Beileid aus und versichert den US-amerikanischen Behörden und der Bevölkerung die volle Solidarität Frankreichs", hieß es in einer Aussendung des Büros von Hollande.

Karzai verurteilte die Terroranschläge von Boston auf das Schärfste. Der Präsident sagte einer vom Präsidentenpalast verbreiteten Mitteilung, das afghanische Volk, das selber seit Jahren unter Terrorangriffen leide und zivile Opfer zu beklagen habe, könne das Leid gut verstehen, das solche Taten hervorriefen.

Schockierter NATO-Generalsekretär

"Tief schockiert" zeigte sich NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Der Däne sprach den Opfern und Angehörigen in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung sein Mitgefühl aus. "Meine Gedanken sind bei den Bürgern Bostons und der gesamten Vereinigten Staaten."

Bei den Bombenanschlägen auf den weltbekannten Boston-Marathon waren am Montag mindestens drei Menschen getötet und 140 verletzt worden. Der Hintergrund der Tat ist noch unklar.

Mitgefühl von Klug

Nach den Anschlägen auf den Marathon in Boston hat auch Sportminister Gerald Klug den Betroffenen sein Mitgefühl ausgedrückt. "Ich bin zutiefst betroffen, dass ein Marathon, der das Symbol für Zusammenhalt, Miteinander und friedlichen Wettstreit ist, von einem solch feigen Attentat erschüttert wurde", so der Sportminister laut einer Aussendung seines Büros.

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